51 Flüchtlinge an Bord: Gestoppter Schleuser-Lkw soll in Rumänien gestartet sein

51 Menschen waren auf der Ladefläche des Sattelzugs versteckt.
51 Menschen waren auf der Ladefläche des Sattelzugs versteckt.

Frankfurt (Oder) - Die Schleuserroute des im September in Ostbrandenburg gestoppten Lastwagens mit 51 Flüchtlingen (TAG24 berichtete) soll in Rumänien begonnen haben.

Die Route führte dann weiter über Ungarn, die Slowakei, Tschechien und Polen bis nach Deutschland, wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Der in Untersuchungshaft sitzende türkische Fahrer soll diese Fahrstrecke schon einmal für eine frühere Schleuserfahrt genutzt haben.

Die Bundespolizei hatte Mitte September auf der Autobahn 12 bei Frankfurt (Oder) den in der Türkei zugelassenen Lastwagen gestoppt. Auf der von außen verschlossenen Ladefläche waren 51 Flüchtlinge, darunter viele Kinder. Die Menschen mussten dort nach damaligen Angaben der Bundespolizei auch ihre Notdurft verrichten.

Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte: "Wir gehen davon aus, dass er bei beiden Taten die gleiche Route genommen hat." Die Ermittler sind sich sicher, dass der Mann bereits im August einen Schleuser-Lastwagen nach Deutschland fuhr.

Am 30. August hatten Bundespolizisten 20 Iraker und Iraner aufgegriffen, die auf einer Bundesstraße zu Fuß unterwegs waren. Darunter waren auch Kinder. Ihren Angaben zufolge waren sie nach der Einschleusung abgesetzt worden.

Die Ermittlungen gegen den türkischen Fahrer wegen Einschleusung von Ausländern sowie zu etwaigen Hintermännern laufen noch.


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