Angst vor schnellem Internet: Bundesregierung hilft 5G-Hypochondern

Berlin/Cottbus – Die Bundesregierung will die Bevölkerung besser über Strahlung und Strahlenschutz informieren. Dafür soll ein Kompetenzzentrum in Cottbus erschaffen werden. Anlass ist die neue 5G-Technologie.

Demonstranten beim Protesttag gegen 5G.
Demonstranten beim Protesttag gegen 5G.  © Martial Trezzini/Keystone/dpa

Die Diskussion um die Schädlichkeit von Strahlung, die von mobilen Endgeräten ausgeht, ist alt. Seit der gesellschaftlichen Etablierung von Handys kurz nach der Jahrtausendwende werden immer wieder Stimmen laut, die schon den herkömmlichen Mobilfunk für gesundheitsgefährdend halten. Je ausgereifter die Technik, desto größer die Bedenken.

Obwohl die Wissenschaft belegt, dass die Strahlung bei Einhaltung von Grenzwerten unbedenklich für den Körper ist, sind einige Bürger dennoch verunsichert – vor allem wenn es um 5G-Sendemasten geht.

Ein "Kompetenzzentrum Elektromagnetische Felder" soll nun Abhilfe schaffen, wie Svenja Schulze, Bundesumweltministerin am Mittwoch in Berlin informierte.

Bedenken und Fragen von Bürgern müssten ernst genommen und aufgegriffen werden, meint die SPD-Politikerin.

Inge Paulini, Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz, erklärte, dass eine Umfrage aus 2019 ergab, dass die Bevölkerung einen großen Bedarf habe, Informationen über Strahlenschutz zu bekommen. "In Zukunft wollen wir daher noch gezielter und breiter über die gesundheitlichen Wirkungen elektromagnetischer Felder informieren", sagte sie.

Inge Paulini, Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz, will über gesundheitliche Wirkungen elektromagnetischer Felder gezielter und breiter informieren.
Inge Paulini, Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz, will über gesundheitliche Wirkungen elektromagnetischer Felder gezielter und breiter informieren.  © dpa/Julian Stratenschulte

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