Machen neue 5G Handy-Strahlen krank? Forscher schlagen Alarm!

Berlin - In der Hauptstadt hat er bereits begonnen: der erste Testlauf für das moderne 5G Netz, den Nachfolger der verbreiteten LTE-Technik. Doch nun gibt es Warnungen von Wissenschaftlern!

Bereist jetzt ist bekannt, dass sich die Körpertemperatur beim Telefonieren mit dem Handy am Ohr erhöhen kann! (Bildcollage)
Bereist jetzt ist bekannt, dass sich die Körpertemperatur beim Telefonieren mit dem Handy am Ohr erhöhen kann! (Bildcollage)  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Zwischen Schöneberg und Mitte testet die Deutsche Telekom bereits in einem Bereich zwischen Schöneberg und Mitte den Ausbau eines solchen "5G-Netzes".

Mit der neuen Technik sind extrem schnelle Übertragungen von Daten möglich, viel schneller als sie der Endkunde derzeit benötigt. Zum Einsatz kommen wird die Technik also zunächst hauptsächlich in der Industrie oder für autonome Fahrzeuge.

So schnell die Geschwindigkeit – so gering allerdings die Reichweite! Für eine solide Abdeckung braucht 5G deutlich mehr Antennen, als die bisher genutzten Übertragungsmöglichkeiten wie etwa LTE (4G). Ein solcher engmaschiger Ausbau, die Bundesregierung fordert 98 Prozent Abdeckung, würde zu einer massiven Steigerung der Strahlendosierung führen.

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Und die bekäme man täglich ab, selbst wenn man selbst überhaupt kein Smartphone hat!

Bei Labor-Ratten häuften sich die Tumore

Kann vieles, könnte aber auch schädlich sein. Bisher gibt es keine endgültige Studie zur Schädlichkeit von 5G Strahlung.
Kann vieles, könnte aber auch schädlich sein. Bisher gibt es keine endgültige Studie zur Schädlichkeit von 5G Strahlung.  © Clara Margais/dpa

180 Wissenschaftler aus 36 Ländern haben sich darum in einem offenen Brief für einen vorübergehenden Stopp des Ausbaus eingesetzt – bis mehr gesicherte Ergebnisse zu den Auswirkungen vorliegen. Darüber berichtete der "rbb".

Zunächst ging man davon aus, dass auch normale Handy-Strahlen harmlos seien. Inzwischen besagen viele Studien, dass die Strahlung zu Krebs, aber auch zu vielen anderen Krankheiten führen kann.

In einer aktuellen Studie aus Italien beispielsweise setzte man Ratten ihr ganzes Leben Mobilfunkstrahlen aus: Bei ihnen gab es eine auffällige Häufung von Tumoren!

Gegen die Strahlen kann man sich kaum schützen

Andere Studien wollen aufzeigen, dass Handy-Strahlen nicht genügend Energie hätten, um Krebs auszulösen. So sieht es auch das Bundesamt für Strahlenschutz: derzeit gebe es keinen Grund den Ausbau zu unterbrechen. Laut "rbb" hält das Amt aber durchaus für möglich, "dass eine intensive Handynutzung – Handy am Kopf – möglicherweise Langzeitwirkungen hat. Als Langzeitwirkung denkt man an Hirntumore, die eben erst nach Jahrzehnten möglicherweise auftreten und dieses Risiko können wir bisher nicht ausschließen."

Besonders dramatisch: Selbst kann man sich im Prinzip überhaupt nicht gegen die Strahlung wehren. Auch wenn eine Antenne ganz in der Nähe der eigenen Wohnung oder des eigenen Hauses aufgestellt wird. Werden die Grenzwerte nicht überschritten, kann kein Abbau der Anlage gefordert werden.

Für 5G werden deutlich mehr Sendemasten benötigt, als für die herkömmlichen Techniken. (Symbolbild)
Für 5G werden deutlich mehr Sendemasten benötigt, als für die herkömmlichen Techniken. (Symbolbild)  © Jens Büttner/ZB/dpa

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