6-Jähriger schickt alte Scherbe an Museum und bekommt diese Antwort

Köln - Ein sechsjähriger Junge hat eine alte Scherbe gefunden und an das Römisch-Germanische Museum in Köln geschickt - in der Hoffnung auf einen wichtigen antiken Fund. In einem Brief antwortete ihm die Museumsleitung.

Wenn Kinder ihre Funde an das Römisch-Germanische Museum schicken, werde darauf immer eingegangen, sagte die Museumsleitung.
Wenn Kinder ihre Funde an das Römisch-Germanische Museum schicken, werde darauf immer eingegangen, sagte die Museumsleitung.  © DPA

In dem Schreiben heißt es: "Vielen Dank, dass Du uns Deinen Fund zugeschickt hast. Alle Wissenschaftler haben sich das Fundstück angesehen und lange gerätselt, um was es sich handeln könnte."

Dann habe aber jemand die richtige Idee gehabt und erkannt, dass es sich nicht um eine Scherbe aus der Römerzeit handelt, sondern um eine Tonscherbe aus jüngerer Zeit.

"Der Töpfer hat den Tongegenstand lange und sehr heiß im Töpferofen backen lassen. Durch die Hitze ist der Ton steinhart geworden, so dass sogenanntes "Steinzeug" entstanden ist", wird in dem Brief an den Sechsjährigen erklärt.

Das Bruchstück sei Teil eines über 100 Jahre alten getöpferten Kölner Wasserrohrs gewesen. Und auch wenn die Scherbe nicht so alt sei wie erhofft, solle der Junge das Fundstück - das mit dem Brief zurückgeschickt wurde - gut aufbewahren und allen Freunden zeigen.

"Sowas macht Kindern Mut!"

Der Vater des Jungen fand die Antwort des Museums so nett, dass er den Brief auf Twitter teilte.

"Mein Sohn (6) hat eine Scherbe im Garten gefunden. Er dachte, sie wäre römisch. Ich meinte, er solle ans Museum schreiben. Nun kam die Antwort. Wie wunderbar! Danke, Stadt Köln. Sowas macht Kindern Mut", schrieb er.

Die Museumsdirektion bestätigte den Fall der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe öfter derartige Zusendungen von Kindern, auf die immer eingegangen werde, hieß es.

Titelfoto: S. Baer-Henney/Twitter, dpa Montage

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