66 Fahndungs-Beschlüsse: Polizei sucht erneut nach G20-Krawallmachern

Hamburg - Mit der inzwischen fünften Großfahndung wendet sich die Polizei zu den schweren Ausschreitungen und Plünderungen beim G20-Gipfel 2017 in Hamburg (TAG24 berichtete) an die Öffentlichkeit.

Der G20 Gipfel in Hamburg sorgte 2017 für dramatische Bilder: Hier steigt eine Rauchwolke über den Dächern der Stadt auf.
Der G20 Gipfel in Hamburg sorgte 2017 für dramatische Bilder: Hier steigt eine Rauchwolke über den Dächern der Stadt auf.  © DPA

Durch die Staatsanwaltschaft wurden dieses Mal insgesamt 66 Beschlüsse zur Öffentlichkeitsfahndung erwirkt. Die abgebildeten Personen stehen im Verdacht, Straftaten "von erheblicher Bedeutung" begangen zu haben, hieß es in einer Mitteilung der Polizei am heutigen Mittwoch.

Trotz Ausschöpfung aller "milderen Mittel" sei es bisher nicht gelungen, die abgebildeten Personen zu identifizieren. Die Fotos der mutmaßlich Verdächtigen sind aktuell auf der Homepage der Polizei Hamburg einsehbar.

In der Aufarbeitung der Geschehnisse im Zusammenhang mit dem G20-Gipfel werden bislang mehr als 3500 Ermittlungsverfahren geführt, davon über 800 Verfahren gegen rund 900 namentlich bekannte Beschuldigte, wie die Polizei mitteilte.

Im Zuge der bisherigen Öffentlichkeitsfahndungen seit Dezember 2017 konnte bisher rund ein Drittel der öffentlich Gesuchten, also 106 Personen, von den Behörden identifiziert werden.

Update, 14. März, 17.40 Uhr

Bereits einen Tag nach Beginn der Fahndung haben Hinweise dazu geführt, dass drei der Gesuchten identifiziert werden konnten, teilte die Polizei mit. Es handelt sich dabei um Männer im Alter von 19, 21 und 29 Jahren, gegen die nun weiter ermittelt wird.

Update, 15. März, 18.22 Uhr

Drei weitere Tatverdächtige konnten identifiziert werden. Es sind zwei jeweils 18-jährige Deutsche und eine 27-jährige Griechin.

Titelfoto: DPA

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