74 Jahre nach der Zerstörung: So will Dresden der Bombennacht gedenken

Dresden - Vor 74 Jahren am 13. Februar legten Bomberverbände die Dresdner Innenstadt in Schutt und Asche: Auch heute noch ist der Umgang mit diesem Ereignis umstritten.

Wie letztes Jahr soll auch diesmal die Menschenkette um die Altstadt geschlossen werden.
Wie letztes Jahr soll auch diesmal die Menschenkette um die Altstadt geschlossen werden.  © dpa/ Monika Skolimowska

Aus allen politischen Ecken rufen Gruppierungen zu Kundgebungen für und gegen das Gedenken auf, diese ziehen sich über die ganze kommende Woche.

"Unser Wille ist es, nicht in der Opferrolle zu verharren", betont Oberbürgermeister Dirk Hilbert (47, FDP). Deshalb organisiert auch in diesem Jahr das Rathaus zusammen mit zahlreichen Partnern wieder verschiedene Veranstaltungen zum Gedenken. So wird es auch dieses Jahr wieder eine Menschenkette um die Stadt geben. Treff dafür ist am 13. Februar, 17 Uhr an der Goldenen Pforte vor dem Rathaus.

Bereits am Montag begeht das Bündnis "Dresden Nazifrei" seinen Mahngang Täterspuren. Ab 14 Uhr wollen sie vom Großenhainer Platz aus losziehen, hier auf die Rolle Dresdens in der Rüstungsindustrie und bei der Zwangsarbeit aufmerksam machen.

Auch die Dresdner AfD ruft am 13. Februar zum Gedenken auf den Altmarkt, "Dresden Nazifrei" kündigt Protest dagegen an.

Für den 15. Februar, 19 Uhr, rufen Neonazis zu einem sogenannten Trauermarsch auf. Bis gestern Abend lag der Stadt eine Anzeige im Bezirk Altstadt dazu vor.

Gegner des Aufmarschs haben bereits an zahlreichen möglichen Stellen der Stadt Gegenkundgebungen angezeigt. Weitere Gedenkveranstaltungen und Gottesdienste: https://13februar.dresden.de

OB Dirk Hilbert (47, FDP) und Ministerpräsident Michael Kretschmer (43, CDU) im letzten Jahr in der Menschenkette.
OB Dirk Hilbert (47, FDP) und Ministerpräsident Michael Kretschmer (43, CDU) im letzten Jahr in der Menschenkette.  © Thomas Türpe
Am 13. Februar gedenkt Dresden der Zerstörung der Stadt durch die Bombenangriffe der Alliierten.
Am 13. Februar gedenkt Dresden der Zerstörung der Stadt durch die Bombenangriffe der Alliierten.  © AP

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