75 statt 52 Millionen: Deshalb erhält RB Leipzig mehr für Naby Keita

Wechselt 2018 von RB Leipzig zum FC Liverpool: Naby Keita (22).
Wechselt 2018 von RB Leipzig zum FC Liverpool: Naby Keita (22).  © DPA

Leipzig - Drei Tage vor Ablauf der Transferfrist hat RB Leipzig bestätigt, was TAG24 am Montag schon berichtet hatte: Mittelfeld-Star Naby Keita (22) wird den Vizemeister verlassen - allerdings erst zum 1. Juli 2018.

"Für uns war immer klar, dass Naby Keita diese Saison bei uns spielt – und das war auch nicht verhandelbar", äußerte sich Geschäftsführer Oliver Mintzlaff (42). "Er ist ein überragender Spieler und wichtiger Teil unserer erfolgreichen Mannschaft. Mit der jetzigen Lösung können wir uns nun wieder voll und ganz auf die spannenden sportlichen Aufgaben konzentrieren."

Eine Ausstiegsklausel in Keitas eigentlich bis 2020 laufendem Vertrag in Leipzig machte den Wechsel zum FC Liverpool um Trainer Jürgen Klopp (50) möglich. Dort ist eine festgeschriebene Ablösesumme in Höhe von rund 52 Millionen Euro verankert. Doch Liverpool zahlt mehr!

Wie die "Bild" berichtet, soll der Premier-League-Klub erfolgsabhängige Bonuszahlungen je nach Saison-Endplatzierung der Sachsen auf den Tisch legen. Sollte sich RB erneut für die Königsklasse qualifizieren, sind demnach rund 75 Millionen Euro fällig. Erreichen die Roten Bullen die Euro League, immerhin noch 70 Millionen. Selbst bei Verpassen des internationalen Geschäfts will der englische Verein 65 Millionen nach Leipzig überweisen.

Sollte Keita für 75 Millionen Euro wechseln, wäre er nach Ousmane Dembelé (20, für 105 Millionen von Dortmund nach Barcelona) der zweitteuerste Verkauf der Bundesliga-Geschichte. Bereits Sonntag wurde der Deal eingetütet, am Dienstag folgte die offizielle Mitteilung von Leipzig und Liverpool.

Naby Keita verspricht, bis zum 31. Juni 2018 alles für den amtierenden Vizemeister zu geben. "Mein Engagement bleibt für den Rest meiner Zeit bei RB Leipzig genauso stark wie bisher", sagte der 22-Jährige. "Seit ich das Trikot trage, habe ich immer alles gegeben – und das wird auch bis zum letzten Pfiff in meinem letzten Einsatz so bleiben. Meine Zukunft ist jetzt geklärt und ich kann mich voll darauf konzentrieren, RB Leipzig zu helfen, um unsere Ziele in dieser Saison zu erreichen."

Zwar verliert RB einen seiner Stützen im Team. Da Sportdirektor Ralf Rangnick (59) aber sowieso nicht von einer Vertragsverlängerung des Nationalspielers aus Guinea ausgegangen war, dürften alle Beteiligten ihren Willen bekommen haben: Keita den Wechsel in die finanzstarke Premier League, Liverpool seinen erklärten Wunschspieler und Leipzig ein ordentliches Sümmchen.


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