800 Millionen Entlastung: Schwarz-Gelb will weniger Steuern für Familien

Düsseldorf - Die nordrhein-westfälische Landesregierung will erreichen, dass Familien höhere Kosten für die Kinderbetreuung von der Steuer absetzen können.

Geht es nach der Landesregierung von NRW, dürfen sich Familien bald über zusätzliche Steuer-Entlastungen freuen (Symbolbild).
Geht es nach der Landesregierung von NRW, dürfen sich Familien bald über zusätzliche Steuer-Entlastungen freuen (Symbolbild).  © 123RF

Über eine Bundesratsinitiative, zu der weitere Entlastungen gehören sollen, will das Kabinett am Dienstag beraten. Insgesamt gehe es dabei um Steuerentlastungen von jährlich rund 800 Millionen Euro, wie das NRW-Finanzministerium am Freitag mitteilte.

So sollen Kinderbetreuungs-Kosten für Kinder bis 14 Jahren künftig bis zu einem Höchstbetrag von 6000 Euro anstatt bisher 4000 Euro bei der Steuer berücksichtigt werden. Dadurch werde zu Beispiel die Betreuung in Kitas und bei Tagesmüttern steuerlich stärker unterstützt, hieß es.

Außerdem soll der Freibetrag für Kinder in Studium und Ausbildung von 924 Euro auf 1200 Euro erhöht werden. Hintergrund ist laut Ministerium, dass viele Eltern ihre Kinder in dieser Zeit weiterhin etwa bei den Wohnkosten unterstützen. Ebenso soll der Pflegepauschbetrag von 924 auf 1200 Euro angehoben werden.

Der Vorstoß soll aber auch Ehrenamtliche entlasten. Der steuerfreie Anteil der Übungsleiter-Pauschale bei nebenberuflichen Sporttrainern von 2400 auf 3000 Euro erhöht werden. Einnahmen von Ausbildern etwa bei der Freiwilligen Feuerwehr werden ebenfalls begünstigt.

Titelfoto: 123RF


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