9000 Waffen seit Moschee-Attentat zurückgegeben: Neuseeland zahlt diese Mega-Summe an Besitzer!

Wellington - Inmitten der Aufarbeitung der Anschläge von El Paso und Dayton, wirkt diese Nachricht ein wenig wie Balsam: Seit März gaben Besitzer aus Neuseeland mittlerweile 9000 Waffen zurück.

Dieses Bild zeigt Menschen, wie sie mitte Juli in Christchurch ihre Waffen zurückgeben. Landesweit gibt es 250 solcher Anlaufstellen.
Dieses Bild zeigt Menschen, wie sie mitte Juli in Christchurch ihre Waffen zurückgeben. Landesweit gibt es 250 solcher Anlaufstellen.  © Uncredited/TVNZ/dpa

Am 15. März diesen Jahres schockte ein Mann die ganze Welt: Ein 28-Jähriger Australier marschierte an jenem Freitag gegen 13.45 Uhr Ortszeit in die beiden Moscheen in Christchurch und schoss mit einer Schnellschusswaffe um sich.

Von den etwa 300 betenden Muslimen kamen 51 dabei um. Besonders makaber: Der Rechtsextremist filmte die Tat und übertrug sie live ins Netz.

Mittlerweile sind knapp fünf Monate vorbei. Der Täter sitzt in Untersuchungshaft, sein Prozess wird wohl im kommenden Frühjahr beginnen.

Die neuseeländische Regierung war trotz großer Betroffenheit jedoch nicht in Schock-Starre verfallen. Sie handelten schnell und unkompliziert: Halbautomatische Waffen wurden strikt verboten, wer seine Waffe zurückgibt, der bekommt dies auch entlohnt.

Auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur haben bislang 5000 Waffenbesitzer ihre Waffen zurückgegeben, dabei kamen ganze 9000 Waffen in die Hände der Behörden, so die Polizei in Wellington, der Hauptstadt Neuseelands. Premier-Ministerin Jacinda Ardern hatte diese Initiative auf den Weg gebracht.

So gibt es für jede legal erworbene Waffe bis zu 95% des Kaufpreises zurück. Und auch diejenigen, die sich eine solche halbautomatische Waffe illegal besorgt hatten, kommen als Ausgleich dafür, um ihre Strafe herum.

Insgesamt hat die Neuseeländische Regierung mittlerweile schon satte 9,7 Millionen Euro an die Besitzer ausgezahlt!

Die Aktion läuft noch bis kurz vor Weihnachten.

Die Al-Nur-Moschee in Christchurch. Hier kamen 51 Menschen ums Leben.
Die Al-Nur-Moschee in Christchurch. Hier kamen 51 Menschen ums Leben.  © Martin Hunter/SNPA/dpa

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