Kühe lagen sterbend im Laster! Polizei stoppt Tiertransporter auf A4

Die Kühe lagen teilweise röchelnd am Boden. Sie bekamen kaum Luft.
Die Kühe lagen teilweise röchelnd am Boden. Sie bekamen kaum Luft.

Von Bernd Rippert

Chemnitz - Tierquäler aus dem Verkehr gezogen: Die Polizei entdeckte bei einer Großkontrolle auf der Autobahn 4 bei Chemnitz zahlreiche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. Kühe lagen teilweise sterbend in den Lastern.

Die Polizei postierte sich zu den Kontrollen auf dem Rastplatz Auerswalder Blick in Fahrtrichtung Chemnitz/Zwickau. An drei Tagen gingen den Beamten 17 Tiertransporter ins Netz. Dabei hagelte es für die Fahrer und Speditionen 40 Anzeigen.

Am schlimmsten sah es am Mittwoch Abend bei einem Rindertransport aus. Die Luftklappen an den Seiten waren geschlossen, die Belüftung im Anhänger ausgeschaltet und die Kühe waren trotz zu geringer Höhe auf zwei Ebenen gestapelt.

Die Tiere hatten keinen Platz, bekamen kaum noch Luft. Als die Polizei die Ladetür öffnete, lagen einige Kühe bereits röchelnd und sterbend am Boden. Zudem waren einige Tiere verletzt - sie hatten sich an der niedrigen Decke das Fell blutig aufgescheuert.

Dennoch ließ die Polizei diesen Horror-Transport weiterfahren - da das Ziel bereits nah war, entschieden die Beamten, dass eine kurze Rest-Fahrt das kleinere Übel gegenüber einem Umladen gewesen wäre.

Außerdem schrieb die Polizei an den drei Tagen viele weitere Anzeigen wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz, die Tierschutz-Transportverordnung und das Fahrpersonalgesetz.

Einige Fahrzeuge waren überladen, die Tiere hatten einfach keinen Platz.

Die Kühe hatten sich das Fell blutig gescheuert.
Die Kühe hatten sich das Fell blutig gescheuert.
Die Tiere hatten im Transporter keinen Platz zum Stehen und keine Luft.
Die Tiere hatten im Transporter keinen Platz zum Stehen und keine Luft.

Fotos: Polizei


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