Terroranschlag in Frankreich! Mann enthauptet!

Lyon - Attentat in einer französischen Fabrik für Industriegase! Nach knapp einem halben Jahr wird Frankreich erneut von einem islamistischen Terroranschlag erschüttert. In der Nähe von Lyon wurden am Freitag bei einer Explosion offenbar mehrere Menschen verletzt und mindestens einer getötet. Wir halten euch hier auf dem Laufenden:

17:38 Uhr: Frankreichs Präsident François Hollande hat nach dem Terroranschlag bei Lyon an die Einheit der Nation appelliert. Das Land dürfe sich nicht durch unnütze Streitereien ablenken lassen, sagte der Staatschef am Freitag in Paris nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts.

In einem solchen Moment seien es Einheit, Zusammenrücken und Fähigkeit der Nation, Gesicht zu zeigen, die den Kampf gegen den Terrorismus mit der größten Effizienz erlaubten.

Hollande kündigte an, für die betroffene Region Rhône-Alpes werde die Terrorwarnung auf die oberste Stufe angehoben. Dies solle drei Tage andauern. Mit der Warnstufe sind umfassende Sicherungen und Kontrollen verbunden.

16:16 Uhr: Französische Spezialeinheiten haben nach dem Anschlag auf eine Gas produzierende Fabrik die Wohnung des mutmaßlichen Attentäters durchsucht. Bei der Aktion in Saint-Priest, einem Vorort von Lyon, sei auch die Frau des Verdächtigen festgenommen worden, berichten französische Medien übereinstimmend unter Berufung auf Ermittler.

Die Frau sagte zuvor im Sender Europe 1, das Paar mit drei Kindern habe ein normales Familienleben geführt. Sie seien "normale Muslime", die den Fastenmonat Ramadan praktizierten, sagte die Frau. Ein terroristischer Akt ihres Mannes sei nicht möglich.

16:03 Uhr: Das Werk in Saint-Quentin Fallavier war nicht durch besondere Maßnahmen geschützt. Doch hinter den Zäunen des Geländes verbirgt sich hochsensibles Material.

Fabrikation mit gefährlichen Produkten gibt es viele in Frankreich, gerade auch in der Provinz, jenseits großer Städte. Nach dem Anschlag vom Freitag ordnete die Regierung für die Region erhöhte Sicherheitsvorkehrungen an.

Im Großraum Paris herrscht noch immer oberste Terrorwarnstufe. Schwer bewaffnete Einheiten von Polizei, Gendarmerie oder Militär bis hin zur Fremdenlegion patrouillieren bis heute neben Touristen in Shorts und mit Eiswaffeln.

hintergrund:

Ein Tweet: #Francia, esplosione in un impianto di gas | Esposta una bandiera dell'#Isis http://www.si24.it/?p=96768
Ein Tweet: #Francia, esplosione in un impianto di gas | Esposta una bandiera dell'#Isis http://www.si24.it/?p=96768

Lyon - Attentat in einer französischen Fabrik für Industriegase! Nach knapp einem halben Jahr wird Frankreich erneut von einem islamistischen Terroranschlag erschüttert. In der Nähe von Lyon wurden am Freitag bei einer Explosion offenbar mehrere Menschen verletzt und mindestens einer getötet. Wir halten euch hier auf dem Laufenden:

Nach einer Gasexplosion am Freitagmorgen in der Fabrik in der französischen Stadt Saint-Quentin-Fallavier in der Nähe von Lyon wurde die Leiche eines enthaupteten Mannes gefunden. Mindestens zwei Menschen wurden nach Angaben der Behörden zudem leicht verletzt.

Laut der britischen Tageszeitung "Independent" bekennt sich der 35-jährigen Yassine S. zum IS. Er und ein weiterer Mann wollten mit einer Flagge des IS in die Fabrik dringen und eine Explosion verursachen.

Die Französischen Einsatzkräfte haben beide Attentäter festgenommen sowie die Frau des Hauptverdächtigen.
Die Französischen Einsatzkräfte haben beide Attentäter festgenommen sowie die Frau des Hauptverdächtigen.

Allerdings sei einer der Attentäter laut Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve beim Angriff aufgehalten worden - ein Sicherheitsmann habe den Mut aufgebracht, sich den Angreifern entgegen zu stellen. Zur Explosion kam es dennoch!

Frankreichs Präsident François Hollande brach wegen des Anschlags seine Teilnahme am EU-Gipfel in Brüssel ab und berief eine Sitzung des Sicherheitskabinetts ein. Er sprach von einem Anschlag "terroristischer Natur".

Auf dem Körper des enthaupteten Manns wurden arabische Schriftzeichen entdeckt. Sein Kopf steckte auf einem Zaun, der die Gasefabrik umgibt. In der Nähe waren nach Angaben von Augenzeugen zwei schwarze Islamistenflaggen zu sehen.

Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve informierte indessen nach dem Anschlag, der Täter habe einen terroristischen Hintergrund und Verbindungen zur salafistischen Bewegung - 2006 sei aufgrund seiner Radikalisierung eine Akte zu ihm angelegt worden, allerdings 2008 nicht fortgesetzt worden.

SPD-Chef Sigmar Gabriel verurteilte inzwischen den Anschlag als Angriff auf die Demokratie: "Das ist eine entsetzliche Tat von Menschenhassern und Demokratiefeinden", sagte er am Freitag.

Inzwischen berichten französische Medien, dass eine Person festgenommen wurde. 40 Angestellte wurden aus der Firma evakuiert.

Polizisten fanden Flaggen mit arabischen Schriftzeichen.
Polizisten fanden Flaggen mit arabischen Schriftzeichen.
Die Spurensuche untersucht den Tatort.
Die Spurensuche untersucht den Tatort.

Fotos: imago, dpa, screenshot twitter Sébastien Marcelle


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