Steuerfahnder nehmen RWE ins Visier

Steuerfahnder haben im Juni 2016 die RWE-Geschäftsstelle besucht. Verantwortlich hierfür ist das Thüringer Finanzministerium.
Steuerfahnder haben im Juni 2016 die RWE-Geschäftsstelle besucht. Verantwortlich hierfür ist das Thüringer Finanzministerium.

Erfurt - In wenigen Tagen startet die neue Drittliga-Saison. Doch nun sorgt der Thüringer Club Rot-Weiß Erfurt für Schlagzeilen abseits des Grünen Rasens.

Wie MDR Thüringen berichtet, wurde die RWE-Geschäftsstelle bereits im Juni von Steuerfahndern durchsucht. Konkret geht es um Sponsorenverträge. Hier ist das Finanzamt der Ansicht, dass sowohl Verein als auch Sponsoren Umsatzsteuer hinterzogen haben könnten.

So sollen bereits mehrere Thüringer Unternehmer von der Finanzbehörde angeschrieben worden sein, um zu überprüfen, wie deren Engagement bei RWE ausfiel.

Damit gerät RWE-Präsident Ralf Rombach in Erklärungsnot. Er gab an, dass der Klub bereits seit zwei Jahren mit den Erfurter Finanzbehörden zu tun habe. Auch wenn RWE bei Sachspenden mögliche Fehler unterlaufen seien, hätte dies seiner Ansicht nach weder Sponsoren noch dem Verein finanzielle Vorteile verschafft.

Inzwischen seien rund 40 Sponsoren rückwirkend korrekte Rechnungen gestellt worden.

Für Steuerfahndungen ist das Thüringer Finanzministerium zuständig. Die Behörde wollte sich zu dem Fall bisher nicht äußern.

RWE-Präsident Rolf Rombach muss sich nun wegen der Sponsorenverträge erklären.
RWE-Präsident Rolf Rombach muss sich nun wegen der Sponsorenverträge erklären.

Fotos: Picture Point, Imago


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