Politikerin will Arbeitslose als Flüchtlingshelfer einsetzen

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) will Langzeitarbeitslose als Flüchtlingshelfer einsetzen.
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) will Langzeitarbeitslose als Flüchtlingshelfer einsetzen.

Dortmund - Ein neuer Vorschlag, der bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise in Deutschland helfen soll: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) will Langzeitarbeitslose als Flüchtlingshelfer einsetzen, wie die Zeitung "Ruhr Nachrichten" berichtet.

"Die Flüchtlinge gut unterzubringen und zu betreuen ist eine nationale Aufgabe. Dabei können auch Langzeitarbeitslose eingesetzt werden", sagte Kraft dem Dortmunder Blatt.

Kraft fordert, der Bund solle die Programme für öffentlich geförderte Beschäftigung massiv ausweiten.

"Es wäre für die gesellschaftliche Akzeptanz nicht gut, wenn der Eindruck entsteht, dass wir viel für Flüchtlinge tun, aber wenig für diejenigen, die es bei uns auf dem Arbeitsmarkt schwer haben", so Kraft weiter.

Kraft forderte zudem mehr Geld vom Bund für die Versorgung von Flüchtlingen. Dafür gab es jetzt Kritik. Der CDU-Vizevorsitzende Armin Laschet "Es wirkt schon etwas befremdlich, wenn nicht einmal 24 Stunden vergehen und Frau Kraft dann gleich wieder ruft: Ich brauche noch mehr Geld vom Bund", sagte Laschet im Deutschlandfunk.

Am Montag hatte die schwarz-rote Bundesregierung angekündigt, 2016 drei Milliarden für die Bewältigung des Flüchtlingszuzugs an Länder und Kommunen zu geben.



Fotos: dpa


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