Anbaggern für Wiederaufbau von Regimentshaus & Co.

Von Torsten Hilscher

Dresden - Neue Bagger am Neumarkt. Zwischen Verkehrsmuseum und Kulturpalast wird wieder gebuddelt - vergangene Woche mit Betonmeißel und Hacke, jetzt mit großem Schaufelbesteck.

„Die archäologischen Grabungen auf dem Grundstück Ecke Frauenstraße/Galeriestraße werden fortgeführt“, erklärt ein Sprecher des Immobilienentwicklers USD. Gemeinsam mit den Kollegen von Kondor Wessels und mit Nobelpreisträger Günter Blobel (79) wollen die Unternehmer dort das Quartier VI hochziehen. Es reicht einmal bis zur Heinrich-Schütz-Residenz und bis fast zum Friedensbrunnen (Türkenbrunnen) am Verkehrsmuseum.

„Die wichtigsten historischen Bauten des Quartiers sind das Regimentshaus und das Dinglingerhaus“, sagt Torsten Kulke (50), Vorsitzender der Gesellschaft Historischer Neumarkt.

„Wir hoffen, dass von beiden die Keller erhalten bleiben“. Sein 2. Vize, Jürgen Borisch, verweist dazu auf die besonderen Dachgauben des Regimentshauses, das sogar wiedererstehen soll.

Unzufrieden ist der Verein mit Blobels Ideen. Der plant mit seinem Architekten Michael Kaiser auf der Fläche des ehemaligen Kaufhauses Bothen. Allerdings nicht ganz nach altem Vorbild, wie bemängelt wird.

Inzwischen ist dafür der Bauantrag eingereicht. So oder so: Nach dem Buddeln kommt das Bauen. Start ist am Quartier VI noch 2016.


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