Wegen Terrorangst: Sachsen verstärkt Grenzkontrollen!

Die Bundespolizei kontrolliert nach Paris wieder an den Übergängen nach Tschechien, hier in Reitzenhain.
Die Bundespolizei kontrolliert nach Paris wieder an den Übergängen nach Tschechien, hier in Reitzenhain.

Von Bernd Rippert

Reitzenhain – Aus und vorbei mit freien Grenzen. Die Bundespolizei kontrolliert jetzt wieder an den Übergängen nach Tschechien. Gründe: Flüchtlinge, Schleuser und Terrorangst!

Stopschilder, Flutlicht in der Nacht, mit Maschinenpistolen bewaffnete Polizisten: Seit Wochen winken die Beamten zahlreiche Autofahrer zur Seite, schauen in Lade- und Kofferräume, kontrollieren Papiere. Seit dem Terroranschlag in Paris hat die Bundespolizei die Kontrollen weiter verschärft. Jetzt kontrollieren bis zu fünf Beamte gleichzeitig.

Seit dieser Woche gibt es dauerhafte Grenzkontrollen rund um die Uhr an den großen Grenzübergängen in Reitzenhain (Marienberg), Oberwiesenthal und Schönberg. Dort hat die Bundespolizei sogar Container für die Beamten aufgestellt. Der größte Kontrollpunkt zum Nachbarland ist natürlich die A17.

Polizeioberkommissar Eckhard Fiedler (48) von der Bundespolizei Klingenthal: „Alle Grenzübergänge nach Tschechien werden überwacht. Die kleinen punktuell und anlassbezogen, die großen permanent. Die Überwachung läuft vorerst bis Februar. Dann muss die Politik entscheiden, wie es weitergeht.“

Punktuelle Grenzkontrollen gibt es ferner an den kleineren Übergängen Deutschneudorf, Deutscheinsiedel, Deutschkatharinenberg, Olbernhau, Bärenstein, Johanngeorgenstadt, Klingenthal, Bad Elster, Wernitzgrün und Ebmath.

Ein Ende der EU-Binnengrenze zu Tschechien ist derzeit nicht in Sicht. Beamte sprechen aber von einer vorläufigen Aktion bis Februar.

Durch die Kontrollen bilden sich teilweise längere Rückstaus an den Grenzübergängen. Doch die meisten Autofahrer reagieren gelassen.

Auch Lkw werden von den Beamten unter die Lupe genommen.
Auch Lkw werden von den Beamten unter die Lupe genommen.

Fotos: Bernd Rippert


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