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Wenn jeder im Haushalt ein bisschen mehr auf die Umwelt achtet, dann...

Vom energieeffizienten Kühlschrank über Wärmedämmung bis hin zum erntefrischen Apfel - wir zeigen wie Du umweltfreundlich und ökonomisch agieren kannst.
Während die Waschmaschine läuft, wird der Boden geputzt und danach werden die Hände gewaschen. Pro Tag und pro Kopf werden circa 130 Liter Wasser verbraucht. Sauberes Wasser ist jedoch ein rares Gut, das bewusst zu nutzen ist.
Während die Waschmaschine läuft, wird der Boden geputzt und danach werden die Hände gewaschen. Pro Tag und pro Kopf werden circa 130 Liter Wasser verbraucht. Sauberes Wasser ist jedoch ein rares Gut, das bewusst zu nutzen ist.

Lebensmittel, Energie und Wasser – täglich werden diese Ressourcen, die das Frühstück am Morgen, die Beleuchtung am Abend oder die Reinhaltung der Wäsche ermöglichen, verbraucht. Allein die Toilettenspülung bewirkt einen enormen Wasserverbrauch, dies kann jedoch – genau wie unnötige Lebensmittelverschwendung oder übermäßiger Verbrauch von Strom und Heizenergie – durch einen bewussteren Umgang mit den natürlichen Ressourcen minimiert werden.

Eine Schonung der wichtigen täglichen Ressourcen können Konsumenten mithilfe von energieeffiziente Haushaltsgeräte, regionalen Produkten, Wasserspartasten oder speziellen energetischen Sanierungsmaßnahmen erreichen – dies kommt dauerhaft der Umwelt und dem eigenem Budget zu Gute.

Minimierung des Energieverbrauchs durch effiziente Haushaltselektronik

Energie in Form von Strom oder Wärme: Diese wird in jedem Haushalt täglich mehr oder weniger verbraucht. Ohne die Ressource, die den Herd aufheizt oder Waschmaschine und Heizung laufen lässt, kommt kein Haushalt aus. Oft wird die Energie jedoch – in kleinen und großen Mengen – unnötig verbraucht, zum Beispiel indem Netzteile auch nach voller Ladung von Smartphone oder elektrischer Zahnbürste eingestöpselt bleiben. Weiterhin lässt sich der Energieverbrauch durch das Umsatteln auf Energiesparlampen minimieren – und zwar um circa 80 Prozent. So kann besonders durch einen bewussten Kauf von energieeffizienter Elektronik mit Energie gehaushaltet werden. Ein Laptop verbraucht zum Beispiel insgesamt weniger Strom als ein komplettes PC-System und ein Flachbildschirm, der mit TFT-Technologie ausgestattet ist, meist weniger Strom als ein Gerät mit Plasmatechnologie.

Energieeffiziente Geräte und ihre Kennzeichnung

Generell verschluckt die Haustechnik einen großen Anteil der verfügbaren Energie. Um die eigene Energiebilanz bei der Nutzung von Waschmaschine oder Kühlschrank positiv zu beeinflussen, sollte beim Neukauf eines Geräts auf die Energieeffizienz desselben geachtet werden. Denn typische Haushaltsgeräte sind häufig Stromfresser. Wer sich nach einer neuen Waschmaschine umsieht, sollte auf deren Stromverbrauch und in jedem Fall auf den absoluten Jahresverbrauch achten. Diese Angabe ist den von der EU vorgeschriebenen Energieverbrauchskennzeichnungen zu entnehmen, über welche unter anderem Geschirrspüler, Elektroherde, Kühlschränke, Waschmaschinen und Wäschetrockner verfügen. Bei der Effizienzklasse „A+++“ handelt es sich um die beste Klasse, wohingegen der Buchstabe „D“ für eine der schlechtesten Klassen steht. Auch wenn Geräte mit einer guten Energieeffizienz meist teurer in der Anschaffung sind, lohnt es sich, aufgrund ihrer langen Lebensdauer, darin zu investieren. Denn ein günstiges Gerät mit niedriger Effizienz, kann bei ähnlicher Lebensdauer dauerhaft höhere Stromkosten verursachen. So lassen sich nicht nur Energie, sondern auch Stromkosten einsparen und zudem handelt der Verbraucher für den Klimaschutz, denn trotz immer verbreiteterer Nutzung von regenerativen Energien (Wasser, Wind oder Solarenergie), wird Strom häufig noch aus fossilen Energieträgern (Kohle oder Erdgas) gewonnen.

Energetische Sanierung und energieeffizientes Verhalten – Wärme nicht entkommen lassen

Neben den technischen Haushaltsgeräten, die hauptsächlich die Sekundärenergie, also Strom verbrauchen, ist auch die Betrachtung der Primärenergie – der Heizenergie – zur Minimierung des eigenen Gesamtenergieverbrauchs wichtig. Umso weniger verheizt wird, desto ressourcenschonender und desto nachhaltiger wird für die Umwelt sowie für das eigene Budget gehandelt. Um Heizenergie einzusparen lohnt es sich, alte Heizkessel auszurangieren und auf moderne Brennwertkessel zu setzen. Energieeffiziente Heizanlagen können außerdem mit Anlagen, die erneuerbare Energien nutzen, (Solarthermie) gekoppelt werden. Dadurch können die Warmwasseraufbereitung sowie die Beheizung der Räume energieeffizient unterstützt werden. Darüber hinaus kann eine energetische Sanierung dafür sorgen, dass die aufgebrachte Heizenergie im Haus verbleibt und effektiv sowie sparsam genutzt wird. Mit energetischen Maßnahmen für Neu- und Altbau die die Dämmung – zum Beispiel der Außenwände und des Dachs – verbessern sowie mit speziell verglasten Fenstern, die zusätzlich mit gut dämmenden Jalousien und (Waben-)Plissees versehen werden können, sind merkliche Einspareffekten zu erzielen, die Umwelt und Geldbeutel zu Gute kommen. Zudem werden energieeffiziente Umbauten sowie der Neubau eines Passivhauses von der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau bezuschusst. Hinweise zur Neubauplanung beschreiben unter anderem, welche Möglichkeiten der Bezuschussung das Land Sachsen bietet sowie eine effektive Durchführung und Versicherung des Baus.

Um Wasser effizient zu verbrauchen, sollte die Trommel der Waschmaschine ausreichend gefüllt sein. Neuere Modelle besitzen auch eine Mengenautomatik, die die Wasser- der Wäschemenge anpasst.
Um Wasser effizient zu verbrauchen, sollte die Trommel der Waschmaschine ausreichend gefüllt sein. Neuere Modelle besitzen auch eine Mengenautomatik, die die Wasser- der Wäschemenge anpasst.

Wasserverbrauch im Alltag zurückschrauben

Neben dem Strom gehört das Wasser zu den Ressourcen, die im Alltag am häufigsten genutzt werden – sei es bei der täglichen Morgenwäsche oder der Gartenbewässerung. Pro Tag verbrauchen die Deutschen im Schnitt pro Kopf in etwa 130 Liter Wasser. Sauberes Wasser ist aufgrund der Trinkwasserverschmutzung ein rares und somit teures Gut. Kein Wunder, denn Kläranlagen können Stoffe wie Öle, schädliche Rückstände von Reinigungsmitteln oder Reste von Medikamenten nicht oder nur schwer aus dem Abwasser herausfiltern. Mit dem zur Verfügung stehenden sauberem Wasser sollte deshalb bewusst umgegangen und keine schädlichen Stoffe die Toilette runtergespült werden.

Wassernutzung minimieren: Spartasten und Waschprogramm

Ein relativ hoher Wasserverbrauch entsteht zum Beispiel beim Betätigen der Toilettenspülung oder beim Duschen. Spartasten – „Wasser-Stopp“ am Spülkasten sowie eine Wassersparbrause für die Dusche – die auch nachträglich eingebaut werden können, drosseln den Verbrauch. Zudem können Armaturen am Waschbecken durch wassersparenden Modelle wie Strahlregler ersetzt werden. Diese mischen dem Wasserstrahl mehr Luft beim und reduzieren somit die herauslaufende Wassermenge. Das Wäsche waschen ist ein weiterer Faktor, der im Haushalt schnell einen hohen Wasserverbrauch verursachen kann. Um Wasser zu sparen, sollte die Trommel immer ausreichend mit Wäsche gefüllt werden. Damit die Kapazität dem eigenem Bedarf entspricht, sollten Verbraucher bereits vor dem Kauf auf die Angaben zum Fassungsvolumen achten. Es gibt aber bereits auch neuere Modelle, die ein Sparprogramm sowie eine Mengenautomatik besitzen. Die Mengenautomatik passt den Wasserverbrauch dann während des Waschvorgangs der Menge der Kleidungsstücke an. Generell sind das Waschen auf 60 Grad sowie die Vorwäsche gering zu halten, denn diese verbrauchen meist unnötig Wasser und Energie. Um das Wasser nicht nur einzusparen, sondern auch möglichst sauber zu halten, sollte weiterhin auf die richtige Dosierung des Waschmittels geachtet werden. Die Dosierungsempfehlungen auf den Verpackungen sind für „leicht“ bis „stark“ verschmutze Wäsche ausgewiesen. Zudem sind Flüssigwaschmittel meist umweltschädlicher als kompakte Pulverwaschmittel.

Ökologische Ressource „Nahrung“ – Lebensmittelverschwendung

Eine Studie der Umweltorganisation WWF hat ergeben, dass in Deutschland pro Jahr circa 18 Millionen Lebensmittel verschwendet werden: „Im Schnitt werfen wir in Deutschland jede Sekunde 313 Kilogramm genießbare Lebensmittel weg, während weltweit fast eine Milliarde Menschen Hunger leiden, so Christoph Heinrich über die Forschungsergebnisse.

Folgen der Verschwendung sind unter anderem der hohe Ressourcenverbrauch (Ackerflächen, Wasser, Energie oder Dünger), welcher bei der Produktion entsteht, sowie der Ausstoß von schädlichen CO2-Emissionen, den die nicht genutzten Lebensmittel auf den langen Transportwegen vom Aus- ins Inland hinterlassen. Für Produkte, die hergestellt oder geerntet werden, werden jährlich sozusagen umsonst 3,3 Millionen Tonnen Treibhausgase verteilt. Um die Folgen der Verschwendung zu minimieren, hat das Europäische Parlament im Jahr 2012 eine Initiative zur Vermeidung der Lebensmittelverschwendung initiiert. Bis 2025 soll sich die Verschwendung auf die Hälfte reduzieren. Richtwert sind in etwa 90 Millionen Tonnen Nahrungsmittel, die jährlich europaweit weggeschmissen werden. Auf kommunaler Ebene unterstützen soziale Organisationen ein Handeln gegen die Lebensmittelverschwendung. Das Christlich-Soziale Bildungswerk Sachsen hat zum Beispiel das Projekt „Lebensmittel sind wertvoll“ ins Leben gerufen, welches mit verschiedenen Aktionen dafür sorgt, dass Kinder und Jugendliche für das Thema Lebensmittelverschwendung sensibilisiert werden.

In Deutschland landen jährlich circa 18 Millionen Lebensmittel im Abfall. Obwohl die Produkte oft noch genießbar sind.
In Deutschland landen jährlich circa 18 Millionen Lebensmittel im Abfall. Obwohl die Produkte oft noch genießbar sind.

Zu dieser Sensibilisierung gehört vor allem der persönliche Umgang mit Lebensmittelabfällen, welche in drei verschiedene Kategorien unterteilt werden können: Vermeidbare Abfälle (Lebensmittel, die noch genießbar waren oder auf deren Verbrauchsdatum nicht geachtet wurde), teilweise vermeidbare Abfälle (Abfälle, die für manche Verbraucher vermeidbar und für andere aufgrund individueller Handlungsweisen nicht vermeidbar sind – zum Beispiel Essensreste) und nicht vermeidbare Abfälle (Obstschalen oder Knochen). Um die Lebensmittelverschwendung und besonders die vermeidbaren Abfälle zu reduzieren, muss ein Umdenken innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette stattfinden – und zwar von der Landwirtschaft über Industrie bis hin zum Verbraucher. Doch was können Verbraucher tun, um ihren Lebensmittelkonsum bewusster zu gestalten und einen Beitrag zur Ressourcen-, Umwelt- und Klimaschonung zu leisten?

„In den Einkaufswagen damit?“ – Ressourcenerhaltend Einkaufen und Konsumieren

Für einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln, ist ein „nachhaltiger Einkaufszettel“, auf dem unter anderem regionale und saisonale Produkte stehen sollten, zu schreiben. Denn obwohl die Auslagen in den Supermärkten mittlerweile ganzjährig ein Angebot verschiedenster Obst- und

und Gemüsesorten präsentieren, ist es hinsichtlich der Ressourcennutzung nachhaltiger, hiesige saisonale Sorten zu kaufen, die nicht nur auf dem Markt, sondern auch in speziellen Lebensmittelläden erhältlich sind, die regionale Produkte sogar in umweltfreundlichen Verpackungen mitgeben. Denn so werden die bereits erwähnten Folgen der Lebensmittelverschwendung, wie der unnötige Ausstoß von schädlichen Schadstoffen beim Transport für Lebensmittel, die nicht genutzt werden, verringert.

Zudem wird für den Transport der Obst- und Gemüsesorten sowie für die hiesige Lagerung in gekühlten Räumen und Treibhäusern zusätzlich Energie verbraucht. Regionale Produkte sparen nicht nur Ressourcen, sondern sind oft preisgünstiger und wer beim Bauern kauft umgeht, dass „weniger attraktive“, im Müll landen. Insgesamt können mit einem bewussten Einkauf Ressourcen erhalten und eine Lebensmittelverschwendung vermieden werden. Durch veränderte alltägliche Gewohnheiten beim Einkauf, bei der Nutzung sowie der Lagerung von Produkten. können die eigens produzierten Lebensmittelabfälle reduziert werden. Es lohnt sich unter anderem eine Kontrolle der Nahrungsvorräte: Vor dem Einkauf überlegen, welche vorhandenen Produkte zunächst aufgebraucht werden sollten. Auch wenn das Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist, sind Lebensmittel oft noch genießbar (Verfallsdatum) – außer diese riechen unangenehm oder es hat sich Schimmel gebildet.

Bilder:

Abbildung 1: © Dron – fotolia.com (#35318941)

Abbildung 2: © TR – fotolia.com (#101903936)

Abbildung 3: © highwaystarz – fotolia.com (#96317693)

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