Tourismus stöhnt über zu milde Winterferien

Am Altenberger Skilift herrschte am Sonnabend einigermaßen Betrieb.
Am Altenberger Skilift herrschte am Sonnabend einigermaßen Betrieb.

Altenberg/Oberwiesenthal - In den sächsischen Wintersportorten hadern die Touristiker mit den milden Temperaturen.

In den Winterferien, die heute zu Ende gehen, war das Weiß nur ein flüchtiger Gast. Doch vom Winter ohne Schnee profitieren besonders Freizeiteinrichtungen.

Zum Ende der Winterferien ziehen die Tourismusmanager eine durchwachsene Bilanz. Veronika Hiebl, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Erzgebirge, ist mit den Übernachtungen zufrieden. Viele Familien buchen langfristig und nutzen auch Angebote jenseits des Wintersports, sagt sie.

Darüber freuten sich in diesem Jahr besonders Zoos, Tierparks und Bäder. So zählte der Zoo der Minis im erzgebirgischen Aue 20 Prozent mehr Besucher als sonst, wie Bärbel Schroller, Vorsitzende des gleichnamigen Vereins mitteilte.

So wie Nadah (24), Jonny (29) und Marlon (1) trösteten sich viele Besucher - zum Beispiel im Meerwasser-Aquarium - über die dürftigen Schneeverhältnisse hinweg.
So wie Nadah (24), Jonny (29) und Marlon (1) trösteten sich viele Besucher - zum Beispiel im Meerwasser-Aquarium - über die dürftigen Schneeverhältnisse hinweg.

Gut besucht ist auch das Meeresaquarium am Fichtelberg in Oberwiesenthal. Im 17 Meter langen Korallenriff tummeln sich Nemo und andere skurrile Fischarten.

Keinesfalls über das trübe Wetter klagen kann auch Axel Hausmann, Manager der Toskana Therme in Bad Schandau. Hausmann: „Das Winterferiengeschäft lief durchaus positiv.“

Der neuen Realität von weniger Schnee stellt man sich in Großschönau in der Oberlausitz mit einem Indoor-Spielplatz, der nach Einschätzung von Sandra Neumann, Mitarbeiterin der Tourismusinformation, sehr gut angenommen wird.

Zur Tradition werden soll auch jeweils zum Ausklang und zu Beginn der Ferienzeit die Veranstaltung „Rock am Hang“ in Waltersdorf.

Auch ohne Liftbetrieb und Skifahren wird am Lauschehang Party gemacht.

Fotos: Egbert Kamprath, Uwe Meinhold


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