Vater verteidigte missratenen Sohn. Beide verurteilt

Für ihn sprang der Papa in die Bresche: Janos Junior (31) wurde in Handschellen vorgeführt.
Für ihn sprang der Papa in die Bresche: Janos Junior (31) wurde in Handschellen vorgeführt.

Dresden - Manchmal geht die Liebe zum eigenen Sohn einfach zu weit: Als die Polizei seinen flüchtigen Sohn Janos K. junior (31) festnehmen wollte, hielt Janos K. senior (62) den Beamten einfach die Tür zu.

Doch dann ging der mehrfach Vorbestrafte Sprößling mit dem Staubsaugerrohr auf die Polizei los. Am Montag saßen beide auf der Anklagebank im Amtsgericht Pirna.

Der Vater hatte sich noch nie im Leben etwas zuschulde kommen lassen, doch am Montag war er nun angeklagt wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

„Auf dem Haftbefehl stand die falsche Adresse“, verteidigte er sich. „Ich lasse keine Fremden in die Wohnung.“

Mit Pfefferspray brachten ihn die Polizisten zu Boden. Doch da kam der Sohnemann: „Ich habe gesehen, wie die auf meinem Vater lagen“, sagte er. „Da habe ich das Rohr gepackt und ihn verteidigt.“

Ein Polizist bekam dabei eine Prellung am Unterarm. Doch das Gericht nahm ihm nicht ab, dass er nicht wusste, dass es Polizisten waren.

Während der Vater mit 2100 Euro Geldstrafe davon kam, muss der Sohn nun 10 Monate mehr sitzen.

Der Einsatz für seinen Sohn brachte ihm am Montag sein erstes Urteil ein: Papa Janos K. (60) muss 2100 Euro Strafe zahlen.
Der Einsatz für seinen Sohn brachte ihm am Montag sein erstes Urteil ein: Papa Janos K. (60) muss 2100 Euro Strafe zahlen.

Fotos: Ove Landgraf (2)


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