Zusammengepfercht wie Schweine: Schleusertransporter auf A17 gestoppt

Insgesamt 22 der festgestellten Personen konnten keine aufenthaltslegitimierenden Dokumente vorweisen. Es handelte sich bei ihnen um syrische Staatsangehörige, unter ihnen zwei Frauen und vier Kinder.
Insgesamt 22 der festgestellten Personen konnten keine aufenthaltslegitimierenden Dokumente vorweisen. Es handelte sich bei ihnen um syrische Staatsangehörige, unter ihnen zwei Frauen und vier Kinder.

Pirna - Die Beamten konnten ihren Augen nicht trauen: Schleuser hatten 22 Flüchtlinge in einen Transporter gequetscht, starteten von Ungarn aus nach Deutschland. Auf der A17 bei Heidenau hatten die Qualen der Flüchtlinge, darunter auch Kinder, ein Ende.

Sie wurden Hunderte Kilometer transportiert wie Tiere: Zusammengequetscht und aufeinandersitzend fanden die Beamten der Bundespolizeiinspektion Berggießhübel 22 Flüchtlinge in einem Transporter am Dienstagabend auf der A17.

Zuvor hielten die Beamten den Mercedes um 22:45 Uhr auf dem Parkplatz "Am Heidenholz" an. Beim öffnen der Türen fanden sie mehrere Personen sitzend und liegend auf dem Boden im Kofferraum.

Insgesamt 22 syrische Staatsangehörige, unter ihnen zwei Frauen und vier Kinder, konnten keine aufenthaltslegitimierenden Dokumente vorweisen.

Auf der gesamten Fahrt von Ungarn nach Deutschland konnten sie sich weder mit Essen und Getränken versorgen, noch hatten sie die Möglichkeit ihre Notdurft zu verrichten.
Auf der gesamten Fahrt von Ungarn nach Deutschland konnten sie sich weder mit Essen und Getränken versorgen, noch hatten sie die Möglichkeit ihre Notdurft zu verrichten.

Der Schleuser, ein 48-jähriger rumänischer Staatsangehöriger, wurde durch die Bundespolizei vorläufig festgenommen und wird im Laufe des Mittwochs dem zuständigen Haftrichter vorgeführt.

Die 22 syrischen Staatsangehörigen befinden sich derzeitig bei der Bundespolizeiinspektion Berggießhübel und werden dort betreut und versorgt. Nach ersten polizeilichen Ermittlungen sind die Personen mit ihrem Schleuser in Ungarn gestartet.

Besonders pervers: Auf der gesamten Fahrt von Ungarn nach Deutschland konnten sie sich weder mit Essen und Getränken versorgen, noch hatten sie die Möglichkeit ihre Notdurft zu verrichten.

Der Fall verdeutlicht, wie skrupellos die Schleuser mit Menschen umgehen. Die Polizei ermittelt.

Fotos: Polizei Berggießhübel


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