Airbus baut neues Langstrecken-Flugzeug in Hamburg

Hamburg - Der europäische Flugzeughersteller Airbus baut in Hamburg ein neues Flugzeug.

Der neue Airbus A321XLR soll eine größere Reichweite und weniger Treibstoffverbrauch haben.
Der neue Airbus A321XLR soll eine größere Reichweite und weniger Treibstoffverbrauch haben.  © PR/Airbus

Mit einer neuen Langstreckenversion des Verkaufsschlagers A321neo fordert der Konzern seinen US-Rivalen Boeing mitten in dessen Krise heraus.

Der neue Airbus A321XLR soll dank eines großen Zusatztanks etwa von Europa bis nach Amerika oder Indien fliegen können.

Das kündigte Airbus-Verkaufschef Christian Scherer am Montag auf der weltgrößten Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris an.

"Verglichen mit bisherigen Flugzeugen wie der Boeing 757, die solche Strecken typischerweise fliegen, spart die A321XLR rund 30 Prozent an Treibstoff und CO2-Ausstoß ein", sagte Scherer.

Das angekündigte Flugzeug von Airbus ist eine Weiterentwicklung des Mittelstreckenjets A321neo und dessen bereits existierender Langstreckenversion A321LR (Long Range).

Die A321XLR (Extra Long Range) soll eine Reichweite von rund 8700 Kilometern haben, bis zu 244 Passagiere transportieren und im Jahr 2023 in den Liniendienst gehen.

Airbus-Angestellte montieren in Hamburg-Finkenwerder ein Flugzeug der Airbus A320-Familie.
Airbus-Angestellte montieren in Hamburg-Finkenwerder ein Flugzeug der Airbus A320-Familie.  © dpa/Christian Charisius

Das wären zwei Jahre eher, bevor Boeing sein "New Midsize Aircraft" (NMA) - inoffiziell bereits als Boeing 797 gehandelt - fertig haben will.

Bereits das Model A321LR hat sich positiv auf das Airbus-Werk in Hamburg-Finkenwerder ausgewirkt.

Der Konzern verlagerte in den vergangenen Monaten Personal aus ausländischen Werken nach Hamburg, da dort Mehrarbeit durch das neue Modell anfiel, wie das Hamburger Abendblatt berichtete.

Nach dem Mitte Februar verkündeten Aus für den A380 im Jahr 2021 stärkt der neue Flieger den Standort in der Hansestadt.

"Hamburg ist das Zentrum für A320-Familie und insbesondere für die unterschiedlichen A321-Varianten", sagte ein Firmensprecher dem Abendblatt.

Erste Bestellungen für das neue Flugzeug gingen noch am Montag und Dienstag ein. Die libanesische Middle East Airlines orderte als erste Airline verbindlich vier Airbus A321XLR. Der US-Flugzeugfinanzierer Air Lease Corporation (ALC) unterzeichnete einen Vorvertrag über 27 Exemplare und Cebu Pacific von den Philippinen plant zehn Maschinen abzunehmen.

Eine vielversprechende Entwicklung für das Airbus-Werk in Hamburg, Zulieferer und Mitarbeiter.

Titelfoto: PR/Airbus

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