Vollsperrung nach Crash auf A5: Mehrere Schwerverletzte

Bruchsal - Crash! Die Autobahn 5 ist nach einem schweren Unfall in der Nähe des baden-württembergischen Bruchsal (Landkreis Karlsruhe) in Richtung Süden für mehrere Stunden voll gesperrt gewesen.

Nach Crash musste die A5 vollgesperrt werden.
Nach Crash musste die A5 vollgesperrt werden.  © DPA

Der Verkehr habe sich nach dem Unfall mit zwei Lastwagen und zwei Autos auf bis zu acht Kilometer gestaut, sagte ein Polizeisprecher.

Mindestens ein Lastwagenfahrer und eine Autofahrerin seien schwer verletzt worden.

Einer der Lastwagen habe Chemikalien verloren, die ein Chemiker vor Ort jedoch als ungefährliche Schmiermittel identifizierte, sagte der Sprecher.

Gegen 5 Uhr gab die Polizei den Abschnitt nach knapp sieben Stunden Sperrung wieder frei.

Nach Angaben von mehreren Zeugen, die die Polizei befragte, floh der mutmaßliche Unfallverursacher von der Unfallstelle.

Er war demnach mit seinem Auto sehr langsam von einem Parkplatz zurück auf die Autobahn gefahren, ohne dabei auf den Verkehr hinter sich zu achten. Ein Lastwagenfahrer musste dadurch vollbremsen. Ein weiterer Lastwagen fuhr dem ersten Lkw hinten auf, geriet ins Schleudern, kollidierte dabei mit einem Auto und kam quer zur Fahrbahn zum Stehen.

Der Fahrer dieses Lastwagens und die Fahrerin des Autos kamen mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Ob es weitere Verletzte gab, war zunächst unklar.

Ende der Sperrung nicht absehbar

Bei dem Unfall war aus dem hinteren Lastwagen eine zähflüssige und klebrige Flüssigkeit ausgelaufen, wie der Polizeisprecher am Mittwochvormittag sagte.

Gegen 5 Uhr ging die Polizei kurzzeitig davon aus, die Straße von dem Schmiermittel befreit zu haben, für etwa zwanzig Minuten wurde die linke Spur wieder geöffnet. Kurz darauf entschied man sich aber für eine erneute Sperrung, die Einsatzkräfte forderten eine Spezialreinigungsmaschine an. Wenn auch diese die Fahrbahn nicht sauber bekommt, müsste sogar die oberste Schicht der Straße entfernt werden, sagte der Sprecher.

Ein Ende der Sperrung auf der mittleren und rechten Spur war zunächst nicht abzusehen.

Unfallverursacher ermittelt

Update 6.6.: Die Polizei hat eine mögliche Fahrerin des verursachenden Autos ermittelt. Dabei handelt es sich um eine 28-jährige Frau aus dem Raum Tübingen. Sie soll das Auto für ihren Arbeitgeber überführt haben. Die Polizei ermittelt nun wegen Verkehrsunfallflucht, Gefährdung des Straßenverkehrs und fahrlässiger Körperverletzung gegen sie.

Wie die Polizei mitteilte, flüchtete der Unfallverursacher. (Symbolbild)
Wie die Polizei mitteilte, flüchtete der Unfallverursacher. (Symbolbild)  © DPA

Titelfoto: DPA

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