Kind (5) stirbt bei Suff-Unfall auf Autobahn: 43-Jährige vor Gericht

Friedberg - Laut Anklage raste sie betrunken über die Autobahn 5 und verursachte dann einen tödlichen Unfall: Wegen fahrlässiger Tötung eines Kindes steht am heutigen Montag (9 Uhr) eine 43 Jahre alte Autofahrerin vor dem Amtsgericht Friedberg.

Das Foto zeigt die Trümmer der beiden Autos nach dem Unfall auf der A5.
Das Foto zeigt die Trümmer der beiden Autos nach dem Unfall auf der A5.  © Sven-Sebastian Sajak

Den Angaben der Staatsanwaltschaft zufolge war sie am 20. Oktober 2018 abends mit Tempo 160 auf der A5 unterwegs.

Bei Bad Nauheim nördlich von Frankfurt sei sie mit ihrem Auto von der mittleren auf die rechte Fahrspur gewechselt.

Bei diesem Manöver übersah sie offenbar den Kleinwagen eines Vaters, der mit drei Kindern unterwegs war.

Es kam zu einem folgenschweren Zusammenstoß, bei dem das Auto der Familie in die Leitplanke krachte. Ein fünf Jahre alter Junge auf dem Beifahrersitz starb.

Der damals 35 Jahre alte Familienvater und zwei weitere Kinder im Alter von zwei und drei Jahren erlitten Verletzungen (TAG24 berichtete).

Bei der Autofahrerin wurde ein Alkoholwert von 1,8 Promille ermittelt.

Der Frau wird unter anderem auch ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr vorgeworfen.

Angeklagte legt vor Gericht Geständnis ab

Update, 10.15 Uhr: Die angeklagte 43-Jährige hat vor Gericht gestanden, sich betrunken hinters Steuer gesetzt und einen tödlichen Unfall verursacht zu haben.

Die Vorwürfe würden "voll umfänglich" eingeräumt, sagte der Verteidiger der 43-Jährigen am Montag zu Beginn des Prozesses vor dem Amtsgericht Friedberg.

Die Angeklagte sagte vor Gericht unter Tränen, dass ihr das Geschehen sehr leid tue.

Das Urteil ist gefallen

Update 18.52 Uhr: Weil sie betrunken einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hat, ist eine 43-Jährige zu eineinhalb Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt worden. Das Amtsgericht Friedberg in der Wetterau sprach die Frau am Montag schuldig, im Oktober 2018 "offensichtlich fahruntüchtig" auf der Autobahn 5 bei Bad Nauheim den Wagen eines Familienvaters gerammt zu haben.

Das Gericht erkannte unter anderem auf fahrlässige Tötung und ging von einer verminderten Schuldfähigkeit der Angeklagten aus.

Ein fünf Jahre alter Junge überlebte den Crash bei Bad Nauheim nicht.
Ein fünf Jahre alter Junge überlebte den Crash bei Bad Nauheim nicht.  © Sven-Sebastian Sajak

Titelfoto: Sven-Sebastian Sajak

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