93 Millionen Euro! Amt schickt absurde Forderung an Imbiss-Besitzer

Aachen – Der Aachener Dönerladen-Besitzer Erol Kazak sollte für seine Aushilfen mehr als 93 Millionen Euro nachzahlen. Über den kuriosen Fall berichtete RTL.

Der betroffene Gastronom legte erfolgreich Beschwerde gegen den fehlerhaften Bescheid ein.
Der betroffene Gastronom legte erfolgreich Beschwerde gegen den fehlerhaften Bescheid ein.  © 123RF

Als Kazak im Dezember einen Brief von der Minijobzentrale erhielt, dachte er dabei an nichts Schlimmes. Denn er führt seit mehr als 30 Jahren seinen Imbiss "Kennedy Grill" im Ostviertel Aachens.

Als der Gastronom die Zeilen überflog, verschlug es ihm aber den Atem. Denn das Amt forderte von ihm satte 93.671.121,00 Euro! Der Betrag setzte sich aus Pauschalabgaben für geringfügig Beschäftigte und Säumniszuschlägen und Mahngebühren zusammen.

Zwar beschäftigt der Unternehmer auch immer mal wieder Aushilfen. Erklären konnte er sich die Summer aber nicht. Zunächst hatte er noch gedacht, dass es sich um 93.000 Euro gehandelt habe.

Der Millionenbetrag war ein Schock für ihn, wie er gegenüber RTL sagte. Zusammen mit seinem Steuerberater sucht er nach einer Erklärung und legt Beschwerde gegen die hohe Forderung ein. Aus der Sicht des Experten ist eine Summe im mittleren dreistelligen Bereich fällig.

Tatsächlich zog die Behörde die Forderung zurück. Wie kam es zu der astronomisch hohen Summe? Eine Sprecherin der Minijobzentrale spricht gegenüber RTL von einem "individuellen Fehler".

Es handelte sich um eine Verwechslung. Die interne Kennziffer des Amts ist nämlich identisch mit der Forderungssumme. Laut Rentenversicherung komme ein solcher Fehler sehr selten vor.

Ärger trotz Korrektur

Erol Kazak muss also keine 93 Millionen Euro bezahlen. Er ärgert sich dennoch, dass Fehler gegenüber dem Amt schnell Strafen bis hin zum Lizenzentzug zur Konsequenz hätten. Fehler der Behörden dagegen würden dagegen einfach korrigiert.

Sein Fall zeigt, dass dann eine Reaktion notwendig ist. Wer sich einer (scheinbar) ungerechtfertigten Forderung des Amts gegenüber sieht, sollte den Sachverhalt prüfen und im Zweifel Beschwerde einlegen.

Das Amt räumte einen Fehler ein und korrigierte die Summe (Symbolbild)
Das Amt räumte einen Fehler ein und korrigierte die Summe (Symbolbild)  © 123RF

Titelfoto: Bild-Montage 123RF


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