Angebliche "Betonmotte" sprengt Polizeipräsidium

Aachen - Sorge um das im Bau befindliche neue Polizeipräsidium in Aachen. Laut Polizei haben Baustatiker "Betonmotten" entdeckt, die sich durch das Gebäude fressen. Ein Aprilscherz?

Diese angebliche "Betonmotte" soll das Gebäude zerfressen.
Diese angebliche "Betonmotte" soll das Gebäude zerfressen.  © Polizei Aachen

Aufregung bei der Aachener Polizei: Das im Bau befindliche Polizeipräsidium könnte deutlich später bezogen werden als geplant.

Das teilte die Aachener Polizei zumindest mit und verweist am Ostermontag, also am 1. April, auf angebliche "Betonmotten".

Sie sollen sich laut Polizei in großer Population durch den Beton des Neubaus fressen und das Gebäude förmlich "sprengen". Speziell die Larven hätten sich im tragenden Mauerwerk eingenistet.

Die Theorie der Beamten über die bislang unbekannte Insektenart: Die Larven fressen ausschließlich Beton, verhärten und sprengen dann den Beton, der zu Rissen führt.

Die Beamten wollen jetzt Experten zu Rate ziehen, die sich um die Tiere kümmern sollen. Angeblich seien die Tiere auch am Flughafen BER in Erscheinung getreten. Der Flughafen BER gilt weltweit als Symbol für verspätete Bauprojekte.

Die Beamten räumen in ihrer Meldung übrigens ein, dass es sich um einen Aprilscherz handeln könnte.

Untermauert wird dies dadurch, dass die "Betonmotte" offiziell nicht nachgewiesen ist und eher an die frei erfundene "Steinlaus" des Humoristen Loriot erinnert.

Fakt ist, dass die Eröffnung des im Bau befindlichen Aachener Polizeipräsidiums tatsächlich immer wieder nach hinten gerückt wurde. Aktuell sollen 1200 Mitarbeiter im März 2019 in das Gebäude einziehen.

Verzögerungen bei der Planung und der Vergabe führten bereits zu mehreren Jahren Verschiebung. Zuletzt hieß es mal, es solle im Sommer 2017 bezugsfertig sein.

Der Bau kostet etwa 60 Millionen Euro und beinhaltet eine Leitstelle, einen Zellentrakt, eine Werkstatt und eine Unterkunft für Polizeihunde.

Titelfoto: Polizei Aachen