War es ein Tornado? Wirbelsturm fegt über die Eifel hinweg!

Aachen - Das haben die Einwohner in Roetgen an der deutsch-belgischen Grenze noch nicht erlebt: Am Mittwochabend fegte ein Wirbelsturm über die 8.600-Einwohner-Gemeinde hinweg.

Der Wirbelsturm hat in der Gemeinde an der deutsch-belgischen Grenze schwere Schäden hinterlassen
Der Wirbelsturm hat in der Gemeinde an der deutsch-belgischen Grenze schwere Schäden hinterlassen  © DPA

Gleich mehrere private Videos in den sozialen Medien zeigen, wie der Wirbelsturm am frühen Abend durch Roetgen fegt.

Wie das Wetter-Portal "wetteronline" berichtet, seien mindestens zehn Häuser durch den Sturm beschädigt und Dächer abgedeckt worden.

Nach Medienberichten sind mehrere Bäume umgerissen worden und teilweise auf die Straße gefallen. Der Verkehr kam teilweise zum Erliegen.

Wie die "Aachener Zeitung" mitteilt, sei mindestens ein Auto durch die Windhose auf die Seite geschleudert worden.

Feuerwehr und Rettungskräfte seien im Großeinsatz. "Es ist Land unter“, zitiert die Zeitung einen Sprecher der Feuerwehr.

Mittlerweile teilte die Feuerwehr mit, dass der Sturm vorbei sei. Der Deutsche Wetterdienst bestätigte, dass ein Gewitter über die Eifel gezogen sei.

Ob es dabei tatsächlich einen Tornado gegeben habe, müsse zunächst noch geprüft werden, sagte eine DWD-Meteorologin am Mittwochabend in Essen.

Update, 19.59 Uhr: 30 Häuser beschädigt, eine Person verletzt

Nach neuen Erkenntnissen der Feuerwehr sind durch den Sturm rund 30 Häuser beschädigt worden.

"Zehn Häuser davon sind nicht mehr bewohnbar", sagte ein Sprecher der Feuerwehr-Einsatzleitung der Städteregion Aachen am Mittwochabend der Deutschen Presse-Agentur.

Darunter seien zwei Häuser, die nun kein Obergeschoss mehr hätten. Es habe einen Leichtverletzten gegeben, der vorsorglich mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht worden sei.

Update, 20.57 Uhr: 30 Menschen ohne Unterkunft

Die Feuerwehr geht davon aus, dass ungefähr 30 Menschen eine andere Unterkunft benötigen.

Bei zehn nicht mehr bewohnbaren Häusern könne man davon ausgehen, dass schätzungsweise 30 Menschen davon betroffen seien, sagte ein Sprecher der Feuerwehr- Einsatzleitung. Es sei aber davon auszugehen, dass viele davon bei Verwandten oder Bekannten unterkommen könnten.

In der Grundschule in Roetgen sei eine Betreuungsstelle eingerichtet worden, ein Bus fahre die Leute hin.

Update, 21.37 Uhr: "In der Eifel baut man stabil", sagt der Bürgermeister

Nach dem Tornado-Wind in der Eifel-Gemeinde Roetgen halten die Bewohner zusammen.

Ein Roetgener Hotelier habe kostenlos Zimmer und Logis angeboten, weil mehrere Häuser unbewohnbar seien, berichtete der Bürgermeister Jorma Klauss (SPD) am Mittwochabend.

Natürlich habe der Sturm die 8600-Einwohner-Gemeinde hart getroffen. "Aber wir sind gefasst, bei uns bricht keine Panik aus", sagte er. Auch die Häuser im Ort seien solide: "In der Eifel baut man stabil."

Dass der Sturm am innersten Ortszentrum vorbeigezogen sei, bedeute Glück im Unglück.

Wenn es den noch dichter besiedelten Ortskern getroffen hätte, wären wohl noch mehr Häuser beschädigt worden, sagte Klauss.

Titelfoto: Twitter/MeteoBarrufet

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