Schleimige Angelegenheit: Hier werden Hunderttausende Aale ins Wasser gekippt

Schwerin - In den kommenden Wochen sollen rund 244.000 kleine Aale in Gewässern in Mecklenburg-Vorpommern ausgesetzt werden.

Ein Fischer greift mit seinen Händen in einen Eimer, der mit Jungaalen gefüllt ist.
Ein Fischer greift mit seinen Händen in einen Eimer, der mit Jungaalen gefüllt ist.  © DPA

Das Land unterstütze die Angelvereine dabei mit 58.000 Euro, was 80 Prozent der Gesamtkosten entspreche, teilte das Agrarministerium am Dienstag in Schwerin mit.

Seit Jahren setzen Angler extra gezüchtete Jungtiere im Nordosten aus, um die Bestände des Europäischen Aals zu sichern. In den Jahren 2009 bis 2018 waren es gut zehn Millionen Stück.

Der Europäische Aal steht auf der Liste der bedrohten Tierarten. Seit den 1970er Jahren nehme der Bestand ab, hieß es. 2007 hatte die EU die Mitgliedsstaaten deshalb zu Gegenmaßnahmen verpflichtet.

Ziel des Aalprojekts in Mecklenburg-Vorpommern ist es, dass 40 Prozent der erwachsenen Tiere in die Laichgebiete der Sargassosee östlich von Florida wandern. Erwachsen sind die Aale allerdings erst nach 20 Jahren.

Über den Golfstrom soll Aalnachwuchs dann nach Europa zurückkommen und die Flüsse hinaufwandern.

Jungaale werden von einem Boot aus ins Wasser gelassen.
Jungaale werden von einem Boot aus ins Wasser gelassen.  © DPA

Titelfoto: DPA

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