Feuer in Asylunterkunft: Polizei schnappt mutmaßlichen Brandstifter (19)

Abensberg - In einer Unterkunft für Asylbewerber im niederbayerischen Abensberg im Landkreis Kelheim ist es am späten Mittwochabend zu einem Brand gekommen. Im Verdacht steht ein Bewohner. Er soll das Feuer gelegt haben.

In einer Asylunterkunft in Niederbayern wurde eine Feuer gelegt.
In einer Asylunterkunft in Niederbayern wurde eine Feuer gelegt.  © NEWS5/Pieknik

Wie die Polizei mitteilte, musste das Gebäude aufgrund des Feuers vorübergehend evakuiert werden. Zuvor soll ein 19 Jahre alter Bewohner der Unterkunft Brandbeschleuniger in selbiger verteilt und diesen im Anschluss angezündet haben.

Die Kriminalpolizei Landshut ermittelt wegen schwerer Brandstiftung in der Unterkunft, über das genaue Motiv des mutmaßlichen Täters ist bislang jedoch nichts bekannt.

Nach ersten Erkenntnissen der Beamten hatte der 19-jährige afghanische Asylbewerber im Gang des Obergeschosses Benzin verschüttet und mit einem Streichholz entflammt. Den daraus entstehenden Brand konnte die Feuerwehr glücklicherweise schnell unter Kontrolle bringen.

Den Angaben zufolge wurde niemand verletzt, der entstandene Sachschaden soll zwischen 10.000 und 15.000 Euro liegen.

Nach der Tat war der mutmaßliche Brandstifter mit einem Fahrrad geflüchtet, die restlichen Bewohner konnten bereits kurz nach dem Feuerwehreinsatz in ihre Unterkunft zurückkehren.

Nach dem Verdächtigen wurde umgehend unter anderem mit Unterstützung eines Polizeihubschraubers gefahndet. Bislang blieb die Suche jedoch ohne Ergebnis.

Gesucht wird ein circa 1,75 Meter großer Mann, der eine schlanke Figur und schwarze Haare hat. Zur Tatzeit war der 19-Jährige mit einer blauen Arbeitsmontur bekleidet. Er ist mit einem nicht näher beschriebenen gelben Fahrrad unterwegs und hat zudem vermutlich einen Rucksack bei sich.

Der junge Mann könnte sich in einem psychischen Ausnahmezustand befinden, weshalb die Polizei beim Antreffen ausdrücklich dazu anrät, größte Vorsicht walten zu lassen. Hinweise nimmt die Kripo Landshut unter der Rufnummer 087192520 entgegen. Darüber hinaus können etwaige Zeugen sich wie üblich auch an die Notrufnummer 110 wenden.

Update 11.55 Uhr: Wie die Polizei am Mittag mitteilte, konnte der Gesuchte am Donnerstagmorgen an seiner Arbeitsstelle in Neustadt an der Donau festgenommen werden.

Die Feuerwehr konnte den Brand in einer Asylunterkunft in Abensberg schnell unter Kontrolle bringen.
Die Feuerwehr konnte den Brand in einer Asylunterkunft in Abensberg schnell unter Kontrolle bringen.  © NEWS5/Pieknik
Die Bewohner mussten die Asylunterkunft in Abensberg aufgrund des Brandes zwischenzeitlich verlassen.
Die Bewohner mussten die Asylunterkunft in Abensberg aufgrund des Brandes zwischenzeitlich verlassen.  © NEWS5/Pieknik

Titelfoto: NEWS5/Pieknik


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