Zehntausende abgelehnte Asylbewerber leben (offiziell) in Berlin

Zehntausender abgelehnter Asylbewerber leben seit Jahren in Berlin.
Zehntausender abgelehnter Asylbewerber leben seit Jahren in Berlin.  © DPA

Berlin – Teilweise seit Jahren leben zehntausende Menschen in Berlin, deren Asylantrag abgelehnt wurde.

Genauer: 39.465 (Stand 31. Dezember 2016). Davon sind 5870 Personen seit dem Jahre 2014 rechtskräftig abgelehnt und 33.595 abgelehnte Asylbewerber leben schon länger als drei Jahre in Berlin.

Das ergab die Antwort der Senatsverwaltung auf eine Anfrage des FDP-Abgeordneten Marcel Luthe. Warum diese Menschen allerdings noch in Berlin leben (können), ist der Senatsverwaltung nicht so richtig klar.

Auf die Fragen, wie vielen abgelehnten Asylbewerbern eine Aufenthalts- oder Niederlassungserlaubnis erteilt wurde, lautet die Antwort: "Eine entsprechende statistische Erhebung liegt für das Land Berlin nicht vor."

Fakt ist aber auch, dass sich zum 21. Dezember 2016 10.512 ausreisepflichtige Personen in Berlin aufhielten, die weder freiwillig gingen, noch abgeschoben wurden.

Dem stehen von Dezember des vergangenen Jahres bis Februar 448 Abschiebungen aus Berlin gegenüber. Darunter waren 414 abgelehnte Asylbewerber.

Titelfoto: DPA


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