Wegen Hetzkommentaren? Facebook-Seite von Tillich ist jetzt offline

Hier gibt es nichts mehr zu sehen: Die Facebook-Seite von Tillich ist abgeschalten.
Hier gibt es nichts mehr zu sehen: Die Facebook-Seite von Tillich ist abgeschalten.

Dresden - Erst stillgelegt, jetzt komplett abgeschaltet: Die Facebook-Seite von Stanislaw Tillich (56, CDU) ist seit einigen Tagen offline.

Sucht man den sächsischen Ministerpräsidenten bei Facebook, findet man nur noch sein privates und das von Facebook generierte Wikipedia-Profil. Doch wo ist seine offizielle Fanpage? Verschwunden, oder besser gesagt: abgeschaltet.

Über die URL ww.facebook.com/stanislaw.tillich landet man jetzt auf einer Fehler-Seite von Facebook. Dort gibt es nur noch die Info: "Leider ist dieser Inhalt derzeit nicht verfügbar".

Wie MOPO24 im vergangenen Jahr berichtete, gab es auf Tillichs Seite bereits seit dem 31. Januar 2015 keine neuen Inhalte. Damals zog der Landesvater Konsequenzen aus den belastenden Drohungen und Beschimpfungen im Netz.

Ministerpräsident Stanislaw Tillich (56, CDU).
Ministerpräsident Stanislaw Tillich (56, CDU).

Eigentlich sollte die Facebookpage laut Regierungssprecher Christian Hoose (62) nur "vorübergehend" stillgelegt werden. Doch nun wurde sie offenbar gelöscht.

Am 1.12.2011 ging Tillichs Seite durch die Staatskanzlei online. Über 4.000 Fans folgten dem Ministerpräsidenten im sozialen Netzwerk. Ab und an gab es Postings mit Tillichs Terminen oder kurzen Statements zu aktuellen Themen.

Auf eine Anfrage von "Flurfunk-Dresden" bestätigte ein Sprecher der Staatskanzlei, dass die Seite jetzt offline gestellt worden sei. Abgesehen von den fehlenden Neu-Posts seien immer wieder Kommentare (darunter auch fremdenfeindliche und hetzerische Beiträge) auf der Fanpage aufgetaucht, die keiner moderiert habe.

Solange es keinen neuen Plan für die Seite gäbe, soll die Seite vorerst abgestellt sein.

So sah Tillichs Seite im sozialen Netzwerk im April 2015 aus.
So sah Tillichs Seite im sozialen Netzwerk im April 2015 aus.

Fotos: Facebook/Screenshot:Stanislaw Tillich, Arno Burgi, dpa/Sebastian Kahnert


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