Abgeschmiert! Beiersdorf schließt altes "Florena"-Werk in Waldheim

Waldheim - Ende einer Ära: Das traditionsreiche Florena-Werk in Waldheim (Mittelsachsen) muss dichtmachen! Der Kosmetik-Gigant Beiersdorf setzt künftig auf ein neues Werk in Leipzig. Alle Waldheimer-Mitarbeiter sollen ein Jobangebot bekommen.

In Waldheim werden derzeit viele Produkte der Marke Nivea hergestellt. Florena spielt kaum noch eine Rolle.
In Waldheim werden derzeit viele Produkte der Marke Nivea hergestellt. Florena spielt kaum noch eine Rolle.  © PR Nivea Produkte

Die Tage für das Werk mit seinen 250 Mitarbeitern sind gezählt. Denn der Nivea-Hersteller Beiersdorf will in Leipzig-Seehausen 220 Millionen Euro in seine neue Produktionsstätte investieren.

Waldheim wird dann nicht mehr gebraucht. Dort werden viele Produkte der Marken Nivea, Eucerin und teils auch noch Florena hergestellt.

Alle bekommen ein Jobangebot für Leipzig. Ab 2022 sollen möglichst viele dort arbeiten. Der Betriebsrat sprach von einem emotionalen Moment.

Aber: "Unsere Belegschaft verdient ein neues, hochmodernes Werk. Zugleich braucht der Neubau in Seehausen ein leistungsstarkes Team. Das ist eine Win-win-Situation", so Betriebsrats-Chef Jürgen Sager.

Beiersdorf-Personalvorstand Zhengrong Liu: "Das Projekt eröffnet eine völlig neue Beschäftigungsperspektive. Davon sollte zuvorderst die heutige Mannschaft aus Waldheim profitieren." Der Standort hat lange Tradition. Zu DDR-Zeiten war Waldheim wichtigster Hersteller von Hautcreme. Florena war das Nivea des Ostens.

Seit 2002 ist der Standort eine hundertprozentige Tochter von Beiersdorf.

So warb Florena Waldheim 1970 für die Ost-Hautcreme schlechthin.
So warb Florena Waldheim 1970 für die Ost-Hautcreme schlechthin.  © ddp images/dapd

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