Heute beginnt der Abriss des „Blauen Wunders“

Das „Blaue Wunder“ hat seit 1984 gelitten, wie die deutlich sichtbaren 
Rostspuren beweisen.
Das „Blaue Wunder“ hat seit 1984 gelitten, wie die deutlich sichtbaren Rostspuren beweisen.  © Sven Gleisberg

Zwickau - Sie ist das heimliche Wahrzeichen von Eckersbach - die Fußgängerbrücke über die Sternenstraße.

Im Volksmund „Blaues Wunder“ genannt, sind die Tage des erst 1984 errichteten Bauwerks schon gezählt. Am Montag beginnt der Abriss.

„Trotz eines vergleichsweise geringen Bauwerksalters ist die Brücke bereits stark in Mitleidenschaft gezogen“, sagt Zwickaus Stadtsprecher Mathias Merz (47).

Der Brücken-Stahlgigant ist stark angegriffen. Der Rost hat dem „Blauen Wunder“ - so benannt wegen des Farbanstrichs - erheblich zugesetzt. Eine Sanierung wäre „sowohl technisch als auch wirtschaftlich nicht zu vertreten“.

Dem heutigen Standard eines barrierefreien Zugangs zur Straßenbahnhaltestelle wird die Brücke ebenfalls nicht gerecht. Deshalb erfolgt nach dem Abriss auch der Umbau der Haltestelle. Kostenpunkt: „Etwa 580.000 Euro“, schätzt Tiefbauamtsleiter Thomas Pühn (51).

Bei den Zwickauern stößt der Abriss auf Kritik. Der Stadtverwaltung wird auf deren Facebookseite sogar vorgeworfen, die Brücke bewusst verrotten lassen zu haben.

„Ich habe da auch über Jahrzehnte niemanden Instandhaltungsarbeiten verrichten sehen“, schreibt beispielsweise Michael Wetzel.

Stadt-Pressesprecher Mathias Merz (47): „Sanierung der Brücke technisch und 
wirtschaftlich nicht vertretbar.“
Stadt-Pressesprecher Mathias Merz (47): „Sanierung der Brücke technisch und wirtschaftlich nicht vertretbar.“  © Uwe Meinhold
Am vergangenen Wochenende hatten die Zwickau noch einmal die Chance, über das 
„Blaue Wunder“ zu laufen.
Am vergangenen Wochenende hatten die Zwickau noch einmal die Chance, über das „Blaue Wunder“ zu laufen.  © Sven Gleisberg

Titelfoto: Sven Gleisberg


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