Flughafen Frankfurt: Syrischer Flüchtling droht, sich in Flugzeug umzubringen

Frankfurt - Am Frankfurter Flughafen haben sich am Mittwochvormittag dramatische Szenen abgespielt.

Die Lufthansa-Maschine hob ohne die Familie ab. (Symbolbild)
Die Lufthansa-Maschine hob ohne die Familie ab. (Symbolbild)  © DPA

Wie die Polizei berichtete, wurde es gegen 10 Uhr an Bord der Lufthansa-Maschine "LH 1126" unruhig.

Laut Bericht wurde eine fünfköpfige syrische Familie in Begleitung der Bundespolizei in einen Flieger der deutschen Premium-Airline geführt. Der Grund: Die Flüchtlinge sollten nach Barcelona gebracht werden. Dort gehe es um die Rückführung zur Entscheidung über den Asylantrag.

Plötzlich zog der 33-jährige Familienvater einen messerähnlichen Gegenstand aus seiner Kleidung hervor und hielt sich diesen an den Hals.

Seine Drohung: Selbstmord im Falle der vollzogenen Abschiebung! Zwei Bundespolizisten zogen sofort ihre Waffen und nahmen die sogenannte "entschlossene Sicherungshaltung" ein.

Ein dritter Beamten "redete beruhigend auf den Syrer ein, welcher weiterhin lautstark für sich und seine Familie den Abbruch der Abschiebung forderte".

Und so kam es - zumindest vorerst: "Auf der hinteren Fluggasttreppe überwältigen die Beamten den Mann anschließend und fesselten ihn. Das vermeintliche Messer entpuppte sich hier als Nagelpfeile. Die Bundespolizei brachten die Familie zurück zur Wache", hieß es.

Wie der Mann die Nagelfeile an Bord schmuggeln konnte, ist bislang noch unklar. Die Ermittlungen der Beamten dauern noch an.

Normalerweise zieht die Redaktion es vor, nicht über versuchte Suizide zu berichten. Da sich der Vorfall aber komplett im öffentlichen Raum abgespielt hat, hat sich die Redaktion entschieden, es zu thematisieren.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, bei der Telefonseelsorge findet Ihr rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge, bundeseinheitliche Nummer: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

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