"Absoluter Unsinn!" Das bringt unsere Verteidigungsministerin so in Rage

Berlin - Nicht einsatzfähige U-Boote, ungenau schießende Gewehre – unsere alte und neue Bundesverteidigungsministerin ist gerade nicht um ihr Amt zu beneiden.

Hat es nicht leicht auf ihrem Posten: Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (59, CDU).
Hat es nicht leicht auf ihrem Posten: Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (59, CDU).  © dpa/Timm Schamberger

Jetzt wehrte sich Ursula von der Leyen (59) gegen den Einwand, ein Abzug der Bundeswehr aus Auslandseinsätzen würde die Ausrüstungslage der Truppe deutlich verbessern.

"Das ist absoluter Unsinn. Es sind nicht die Einsätze, die uns vor allem belasten", rechtfertigte die Verteidigungsministerin am Mittwoch im Bundestag.

Vielmehr seien es die zunehmenden Übungen im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung nach der russischen Annexion der Krim, die die Truppe und das Material herausforderten.

Demnach hätten sich die europaweiten Bündnis-Übungen in den letzten beiden Jahren nahezu verdoppelt.

"Ein Ende aller Einsätze wäre überhaupt kein Befreiungsschlag, sondern im Gegenteil – es wäre eine Gefahr für unsere Sicherheit, für die europäische Sicherheit, und es wäre politisch verheerend", mahnt die CDU-Politikerin.

Laut von der Leyen sind weltweit mehr als 3500 Soldaten in den mandatierten Einsätzen gebunden, dafür aber 10.000 Soldaten in der Landes- und Bündnisverteidigung – etwa zur Abschreckung Russlands an der Nato-Ostflanke.

Von der Leyen, die seit Dezember 2013 das Verteidigungsministerium unter sich hat, will in ihrer zweiten Amtszeit das Rüstungswesen weiter modernisieren.

Dazu soll die Einsatzbereitschaft des Materials erhöht und das Dienen in der Truppe finanziell attraktiver gemacht werden.

Gleichzeitig forderte die frühere Familien- und danach Arbeitsministerin für die eingeleiteten Reformen viel Geduld: "Die Richtung stimmt, in der wir uns bewegen, aber das ganze braucht Zeit, es braucht Geduld, und es braucht vor allem Geld."

Schließlich seien im 25-jährigen Schrumpfkurs der Bundeswehr "hohle Strukturen" entstanden.

Titelfoto: dpa/Timm Schamberger

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