Abstiegskampf in der 3. Liga: Zugespitzte Situation für Traditonsvereine!

Deutschland - Schockierende Momentaufnahme für Fußball-Romantiker in der 3. Liga! Wenn die Saison jetzt vorbei wäre, müssten gleich vier Traditionsvereine in den sauren Apfel beißen und absteigen.

Für den FC Carl Zeiss Jena und Dominic Volkmer sieht es nach nur einem Punkt aus zehn Spielen schlecht aus.
Für den FC Carl Zeiss Jena und Dominic Volkmer sieht es nach nur einem Punkt aus zehn Spielen schlecht aus.  © Picture Point/Gabor Krieg

Es würde den 1. FC Kaiserslautern, SC Preußen Münster, Chemnitzer FC und FC Carl Zeiss Jena treffen. Das ist zwar nur eine Momentaufnahme, doch nach zehn Spieltagen ist die Tabelle aussagekräftig.

Jena hat es beim Kampf um den Klassenerhalt besonders schwer: Nur ein Punkt und ein schlimmes Torverhältnis von 7:22 legen den Schluss nahe, dass der Mannschaft schlichtweg die Qualität fehlt, um in der stark besetzten Spielklasse bestehen zu können.

Ob die Trennung von Trainer Lukas Kwasniok nicht zu spät kam, müssen die kommenden Wochen zeigen. Doch eine solch grandiose Aufholjagd wie in der Rückrunde der Vorsaison ist dem FCC diesmal nicht zuzutrauen.

Anders könnte es beim CFC aussehen, wenn die Unruhe im Verein und Umfeld endlich nachlassen würde. Denn die ist in Verbindung mit den Geldproblemen eine schwere Hypothek für die Mannschaft, die mit sechs Punkten und einem Torverhältnis von 12:20 zwar ebenfalls schlecht da steht, aber noch nicht hoffnungslos abgeschlagen ist.

So könnte es durchaus noch zu einer Aufholjagd der Himmelblauen kommen. Ob diese allerdings von Erfolg gekrönt sein wird, muss sich zeigen. Denn die Konkurrenz ist bis auf wenige Ausnahmen besser besetzt. Dazu müsste Chemnitz insgesamt gleich vier Teams hinter sich lassen. Eine schwere Aufgabe für den neuen Trainer Patrick Glöckner.

SC Preußen Münster nach sechs sieglosen Spielen in Folge auf Rang 18 der 3. Liga abgerutscht

Kevin Pires Rodrigues ist mit dem SC Preußen Münster nach sechs sieglosen Liga-Spielen in Folge auf den 18. Platz abgerutscht.
Kevin Pires Rodrigues ist mit dem SC Preußen Münster nach sechs sieglosen Liga-Spielen in Folge auf den 18. Platz abgerutscht.  © Picture Point/Gabor Krieg

Den eigenen Ansprüchen hinterher läuft mal wieder Preußen Münster. Nach solidem Saisonstart mit sieben Punkten aus vier Spielen sind in den vergangenen sechs Partien nur noch zwei Zähler dazu gekommen.

Vor allem die Art und Weise des Auftritts am Wochenende gegen den FC Bayern München II stimmt bedenklich. Bereits zur Pause lag der SCP mit 0:4 im eigenen Stadion hinten, verlor am Ende mit 1:4, weil die Bayern das Tempo rausnahmen.

Zuvor hatte Münster mit Ausnahme des 0:2 beim MSV Duisburg immer nur mit einem Tor Unterschied verloren.

Doch der Negativlauf, der auch das Aus im Westfalenpokal beim SV Rödinghausen, Tabellenführer der Regionalliga West, zur Folge hatte (4:3 nach Elfmeterschießen), belastet die Spieler ganz offensichtlich.

Sie wirken nicht mehr frei im Kopf. Deshalb steht Trainer Sven Hübscher unter Druck. Gelingt ihm nicht bald die Trendwende, dürfte auch sein Trainerstuhl zu wackeln beginnen. Leichter wird die kommende Aufgabe aber nicht: Es geht zu Tabellenführer SpVgg Unterhaching.

Obwohl nicht viel für Münster spricht, ist den Preußen eine Überraschung zuzutrauen. Denn die individuelle Qualität der Mannschaft ist hoch. Wenn nur das Selbstvertrauen nicht fehlen würde...

1. FC Kaiserslautern hängt erneut weit hinter den eigenen Ansprüchen zurück

Schwere Zeiten für Timmy Thiele und den 1. FC Kaiserslautern. Statt wie geplant auf einem Aufstiegsplatz stehen die "Roten Teufel" auf dem ersten Abstiegsplatz!
Schwere Zeiten für Timmy Thiele und den 1. FC Kaiserslautern. Statt wie geplant auf einem Aufstiegsplatz stehen die "Roten Teufel" auf dem ersten Abstiegsplatz!  © Picture Point/Gabor Krieg

Besonders brisant ist die Lage beim 1. FC Kaiserslautern, der vor der Saison zu den Aufstiegsfavoriten gezählt wurde.

Umso größer ist die Ernüchterung. Denn der FCK steht mit zehn Punkten und einem Torverhältnis von 15:22 auf dem 17. Platz.

Besonders in der Defensive drückt der Schuh. Kein anderer Verein hat mehr Gegentreffer kassiert. Damit ist Lautern gleichauf mit Schlusslicht Jena.

Während der Saisonstart noch solide anlief und unter anderem der 1. FSV Mainz im DFB-Pokal mit 2:0 besiegt wurde, sieht es in den letzten Wochen düsterer aus: 1:6 beim SV Meppen, zuletzt ein 1:3 beim TSV 1860 München, dem man alle drei Tore "schenkte" - es wird Zeit, dass Lautern wieder in die Spur findet!

Der neue Trainer Boris Schommers hat dazu am kommenden Samstag die Gelegenheit: Denn dann empfängt der FCK das Tabellenschlusslicht aus Jena.

Viel mehr Brisanz geht zu diesem Zeitpunkt der Saison nicht...

Die Teams in der 3. Liga sind noch eng beieinander

Auch der SV Meppen steht im unteren Mittelfeld der Tabelle. Doch im Emsland bewahrt man die Ruhe. Denn dass es bis zum letzten Spieltag nur um den Klassenerhalt geht, ist für den SVM keine große Überraschung.
Auch der SV Meppen steht im unteren Mittelfeld der Tabelle. Doch im Emsland bewahrt man die Ruhe. Denn dass es bis zum letzten Spieltag nur um den Klassenerhalt geht, ist für den SVM keine große Überraschung.  © Picture Point/Gabor Krieg

Im Dunstkreis dieser Vereine befinden sich die SG Sonnenhof Großaspach, der SV Meppen und die Würzburger Kickers.

Das ist allerdings keine große Überraschung, da diese Mannschaften allesamt eher in der unteren Tabellenhälfte erwartet wurden.

Davor landete der KFC Uerdingen nach dem Entlassungschaos um Trainer Heiko Vogel einen wichtigen Befreiungsschlag (2:1 beim SV Meppen). Auch 1860 setzte sich durch den Sieg gegen Lautern ins Mittelfeld ab.

Dazwischen steht mit dem FC Hansa Rostock auf Rang zwölf ein weiterer Traditionsverein, der den hohen eigenen Ansprüchen momentan nicht genügen kann.

Ohnehin ist das Feld noch eng beieinander. Den Tabellensiebten (1. FC Magdeburg) und den 17. Lautern trennen gerade mal fünf Punkte.

Das macht deutlich: Es bleibt mindestens noch einige Wochen eng und spannend im Keller der 3. Liga.

Fassungslos: Erik Tallig und der Chemnitzer FC haben aus den ersten zehn Spielen nur sechs Punkte geholt. Damit ist der CFC aktuell Vorletzter.
Fassungslos: Erik Tallig und der Chemnitzer FC haben aus den ersten zehn Spielen nur sechs Punkte geholt. Damit ist der CFC aktuell Vorletzter.  © Picture Point/Gabor Krieg

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