Absturzgefahr! Chemnitzer GGG muss Balkone sperren





Absturzgefahr: Miriam Hambel (54) darf ihren Balkon nicht mehr betreten.
Absturzgefahr: Miriam Hambel (54) darf ihren Balkon nicht mehr betreten.  © Maik Börner

Chemnitz - Der Kurzurlaub auf Balkonien fällt am Brühl derzeit aus. Die GGG musste an zwei frisch sanierten Häusern die neu gebauten Balkone wieder sperren. Absturzgefahr! Jetzt wartet die GGG auf den Bericht des Statikers.

Im Juli 2015 übergab die Wohnungsgesellschaft die Häuser Brühl 51 und Hermannstraße 9 an die Mieter - mit sieben Anbau-Balkonen. Doch die Freude währte nur kurz. Vor zwei Wochen bekamen die Mieter Post von der GGG. Inhalt: Die Balkone dürfen nicht mehr betreten werden.

Grund ist offenbar Baupfusch, denn die Balkone sinken ab, drohen gar, samt Gerüst umzukippen. GGG-Sprecher Erik Escher (35) bestätigt: „Die Balkone sind in Bewegung. Aus Sicherheitsgründen sind sie gesperrt.“

Nicht nur das. In der Hermannstraße ließ die GGG innen sogar die Balkontürgriffe abmontieren und die Anlage mit Gurten an die Hauswand binden. Das bleibt so, bis der Prüfbericht vorliegt.

Mieterin Miriam Hambel (54) ist genervt: „Ich wollte bei dem schönen Wetter meinen Geburtstag auf dem Balkon feiern. Das fällt leider aus.“ Sie ist entsetzt über den möglichen Statikfehler: „Wer weiß, wo die Bauleute sonst noch geschlampt haben.“

Eine Mietminderung habe die GGG noch nicht angeboten. „Natürlich hoffe ich auf einen kleinen Ausgleich für den Ärger“, sagt Miriam Hambel. Das würde die Kosten für den Balkonpfusch deutlich erhöhen. Die Baukosten pro Balkon liegen bei 10.000 Euro.





Absturzgefahr: Miriam Hambel (54) darf ihren Balkon nicht mehr betreten.
Absturzgefahr: Miriam Hambel (54) darf ihren Balkon nicht mehr betreten.  © Maik Börner

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