Tipps zur Hilfe und Vorsorge: Was tun, wenn man im Eis einbricht?

München - Es ist eiskalt, viele Bäche und Seen laden mit einer gefrorenen Oberfläche zum Schlittschuhlaufen ein. Doch jeden Winter brechen Kinder und Erwachsene auf Eisflächen ein. Im kalten Wasser kann sich ein Mensch in der Regel nur etwa drei Minuten über Wasser halten. Die Feuerwehr München gibt nützliche Tipps, um solche Unfälle vorzubeugen.

Ein Feuerwehrmann kommt bei einer Übung einem Mann zu Hilfe. (Archivbild)
Ein Feuerwehrmann kommt bei einer Übung einem Mann zu Hilfe. (Archivbild)  © DPA

Verbotsschilder am Ufer sollte man ernst nehmen. Achte auf die Wetterlage und Warnungen aus den Medien.

Wenn Du eine Eisfläche betrittst, solltest Du die Tragfähigkeit einschätzen. Damit die Fläche trägt, muss das Eis mindestens 15 Zentimeter dick sein.

In der Nähe von Brückenpfeilern, Schilf und Objekte, die aus dem Wasser ragen, muss man besonderes vorsichtig sein: Hier kann das Eis dünner sein.

Kinder sollten eine Eisfläche zu keiner Zeit unbeaufsichtigt betreten.

Es taut? Dann lieber nicht aufs Eis! Die Tragfähigkeit des Eises kann durch Tauwetter schneller beeinträchtigt werden, als Du denkst.

Eisfläche auf fließenden Gewässern solltest Du nicht betreten. Hier kann ein gefährlicher Sog entstehen.

Schau Dir das Eis genau an, bevor Du es betrittst: Gibt es Wasserflecken oder Verfärbungen? Hier könnte das Eis besonders brüchig sein.

Sollte es dennoch zu einem Unfall kommen und eine Person ins Eis einbrechen, solltest Du schnell reagieren.

Im Eis eingebrochen: So kannst Du helfen

Wenn jemand auf einer Eisfläche einbricht, solltest Du sofort die Feuerwehr über den Notruf 112 alarmieren.

Um zum Eingebrochenen zu gelangen, solltest Du Dich auf jeden Fall liegend nähern, um eine möglichst große Auflagefläche zu bilden. Ein Brett oder eine Leiter sind da besonders hilfreich. An vielen Gewässern stehen solche Rettungsgeräte am Rand zur Verfügung. Auch andere Gegenstände, wie Kleidung, Stangen oder ein Seil können helfen, den Betroffenen ins Trockene zu bringen.

Trotzdem gilt: Vorsicht! Das Eis ist an Einbruchstellen besonders brüchig. Achte auf Deine eigenen Sicherheit, wenn Du dem Eingebrochenen die Rettungsgeräte reichst.

Titelfoto: DPA


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