Achtung Fans: Niederlagen Eures Teams können Euch umbringen

Dresden - Dass Niederlagen des eigenen Teams einem Fußballfan unglaublich wehtun, ist nichts Neues. Doch wie jetzt eine Studie herausgefunden hat, sind sie auch gesundheitsschädlich.

Niederlagen sind nicht gut für die Gesundheit.
Niederlagen sind nicht gut für die Gesundheit.  © Jens Büttner/ZB/dpa

Wer kennt das nicht, dieses bescheidene Gefühl, wenn das eigene Team mal wieder verloren hat. Die gesamte Woche freut man sich auf das Spiel, ist womöglich sogar weit zum Spiel gefahren und dann setzt es eine Niederlage.

Das Wochenende ist gelaufen, der Partner schlecht gelaunt, weil man selbst schlecht gelaunt ist und allgemein fühlt sich alles fad an.

Doch sind Niederlagen, besonders kurz vor Schluss, nicht nur Gift für Seele und Beziehung, sondern auch für die Gesundheit, so der "Daily Star".

Der berichtet in Auszügen aus einer Studie des Journal of Sports Sciences, das sich mit den gesundheitlichen Auswirkungen einer Niederlage beschäftigt hat.

Die hat herausgefunden, dass Niederlagen einem wirklich das Herz brechen und schlimmstenfalls sogar töten können.

Emotionaler Stress schlecht für das Herz-Kreislaufsystem

Niedergeschlagenheit nach einer Niederlage.
Niedergeschlagenheit nach einer Niederlage.  © Fernando Frazão/Agencia Brazil/dpa

Der negative emotionale Stress sorgt dafür, dass sich die Wahrscheinlichkeit, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu bekommen, um 29 Prozent erhöht. Auch auf Krankheiten wie Angina wirkt sich der Stress negativ aus.

Ein Spiel live zu schauen, ist noch schlimmer. Das Risiko auf einen medizinischen Notfall steigt nochmals um 6 Prozent.

Männer sind übrigens anfälliger als Frauen, besonders an Spieltagen. Experten glauben, dass sie das Spiel ernster nehmen und leidenschaftlicher verfolgen. Aber auch erhöhter Tabak- und Alkoholkonsum wirken sich negativ aus.

Doch es gibt auch gute Nachrichten, besonders für Fans des FC Bayern München. Gewinnen macht nicht nur Spaß, sondern hält auch gesund. Durch Siege sinkt die Gefahr eine der schlimmen Krankheiten zu bekommen um 20 Prozent.

Damit die Gesundheitsrisiken in Zukunft auch für Verlierer gering sind, werden jetzt Vorsichtsmaßnahmen für Fans gefordert. So schlägt Sportreporter Alex Roberts zum Beispiel vor: "Es lohnt sich daran zu denken, dass es nur ein Spiel ist."

Ob er mit dem Vorschlag jedoch die Fans erreicht, ist unklar. Denn viele werden es eher mit dem Ex-Liverpool-Coach Bill Shankly halten, der mal sagte: "Manche Leute denken Fußball ist eine Frage von Leben und Tod. Ich versichere ihnen, es ist viel ernster als das."

Titelfoto: Jens Büttner/ZB/dpa

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