Frau schönt ihren Lebenslauf, jetzt muss sie in den Knast

Adelaide (Australien) - Eine 45-jährige Bürofachangestellte musste sich vor Gericht verantworten, weil sie im Lebenslauf nicht ganz ehrlich war.

Der Lebenslauf der Dame wurde ordentlich frisiert (Symbolbild).
Der Lebenslauf der Dame wurde ordentlich frisiert (Symbolbild).  © 123RF/Sergey Mikheev

Veronica Hilda Theriault (45) wollte unbedingt einen Job als Chief Information Officer (deutsch: Leiterin der IT-Abteilung) im Ministerium des Premierministers und Kabinetts in Adelaide. Im Lebenslauf hat sie deshalb bei ihrer Bewerbung etwas getrickst.

33.000 Australische Dollar (umgerechnet fast 20.500 Euro) wollte die Frau in dieser Position dauerhaft verdienen.

Und sie hatte kurzzeitig Glück: denn sie wurde tatsächlich bei der Datenschutzbehörde des australischen Bundesstaats South Australia eingestellt.

Im Lebenslauf selbst waren falsche Angaben bei ihrer vorherigen Bildungs- und Arbeitsvergangenheit, berichtet der australische Nachrichtensender abc News.

Um auf den Lohn von 33.000 australischen Dollar zu kommen, fälschte Theriault sogar Gehaltsabrechnungen aus vorherigen Jobs, die sie natürlich niemals hatte.

Die Frau verwendete auch in ihrem LinkedIn-Profil ein Bild von Supermodel Kate Upton. Dieser Betrug dürfte ihrem nächsten beruflichen Umfeld sicherlich sofort aufgefallen sein.

So zahlte die Behörde ihr sogar mehr, als für die Position ursprünglich vorgesehen war.

Geistige Probleme ließen die Frau auffliegen

Sie setzte sich weiterhin dafür ein, dass ihr Bruder Alan Hugh Melville Corkill bei der Behörde arbeiten konnte. Er sollte 21.000 australische Dollar (umgerechnet knapp 13.000 Euro) in seiner Position verdienen. Dafür fälschte Theriault auch seinen Lebenslauf.

Da die 45-Jährige zusätzlich nicht auf dem normalen Niveau der geistigen Gesundheit war, veränderte sie auf Nachfrage der Behörde ein ärztliches Gutachten, dass ihr die beste Gesundheit bescheinigte. "Kurz vor Beendigung Ihres Arbeitsverhältnisses übermittelten Sie der Abteilung einen Brief, in dem Sie sagten, Sie seien arbeitsfähig. Dieser Brief war falsch. Sie hatten ihn selbst geschrieben, nicht Ihr behandelnder Arzt", resümierte Richter Boylan am vergangenen Dienstag.

Doch ihr Glück währte gar nicht lange. Nach nur einem Monat flog die Dame auf. Sofort wurde sie entlassen und eine Anklage vorbereitet.

Die Vorwürfe: Täuschung, unehrlicher Umgang mit Dokumenten und Amtsmissbrauch! Dafür saß Theriault bereits seit September 2017 in Untersuchungshaft.

Veronica Hilda Theriault wurde aufgrund dieses umfangreichen Betrugs zu einer 25-monatigen Haftstrafe verurteilt. Nach 12 Monaten könnte sie bei guter Führung entlassen werden.


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