Deutsche Touristin geschlagen und mit Geländewagen überfahren

Verletzt konnten die beiden Rucksack-Touristin entkommen. Dem Peiniger droht nun sehr lange Haft. (Symbolbild)
Verletzt konnten die beiden Rucksack-Touristin entkommen. Dem Peiniger droht nun sehr lange Haft. (Symbolbild)  © DPA

Adelaide - Wegen eines brutalen Überfalls auf eine deutsche Rucksack-Touristin ist ein Australier zu einer langen Haftstrafe verurteilt worden.

Der 61-Jährige, der selbst in der Bundesrepublik geboren wurde, muss für mindestens 17 Jahre hinter Gitter. Ein Gericht im südaustralischen Adelaide befand ihn am Mittwoch für schuldig, die 24-jährige Deutsche und eine gleichaltrige Begleiterin aus Brasilien überfallen und lebensgefährlich verletzt zu haben.

Der gelernte Koch hatte die beiden Frauen Anfang vergangenen Jahres über eine Webseite kennengelernt, die Mitfahrgelegenheiten vermittelt. Die beiden wollten nach Melbourne. In einem Naturpark nahe Adelaide fuhr er sie an einen einsamen Strand. Dort bot er der Brasilianerin an, ihr ein Känguru zeigen. Dann fesselte er sie jedoch und versuchte, sie zu vergewaltigen. Der Deutschen schlug er mehrfach mit einem Hammer auf den Kopf. Zudem überfuhr er sie mit seinem Geländewagen.

Den beiden Frauen gelang es jedoch, zu entkommen. Kurz darauf wurde der 61-Jährige in seinem Auto festgenommen. Die beiden Frauen sagten dann auch im Prozess gegen ihren Peiniger aus. Der gebürtige Deutsche lebt bereits seit 1959 in Australien. 2014 hatte er schon einmal eine Rucksack-Touristin überfallen.

Das Gericht verhängte gegen ihn eine Haftstrafe von insgesamt 22 Jahren und vier Monaten. Zugleich ordnete es an, dass er mindestens 17 Jahre davon verbüßen muss. Der Mann kündigte an, gegen das Urteil in Berufung zu gehen.


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