War der Rettungsdienst-Fahrer schuld am Massencrash?

Die Feuerwehr und Polizei rückte mit einem Großaufgebot an.
Die Feuerwehr und Polizei rückte mit einem Großaufgebot an.

Bielefeld - In den vergangenen Wochen kam es in Bielefeld vermehrt zu Unfällen zwischen Rettungswagen und Autos.

Am 17. Oktober überquerte ein Rettungswagen-Fahrer mit lautem Martinshorn und dem auffälligen Blaulicht eine Kreuzung bei Rot (TAG24 berichtete). Doch dann rauschte ihm ein 79-Jähriger mit seinem Opel in die Seite. Er wurde bei dem Crash verletzt.

Nur fünf Tage später folgte der nächste Unfall: Ein Rettungswagen war in Brackwede mit Blaulicht und Martinshorn unterwegs, als ein 48-jähriger Golf-Fahrer nicht auf die Signale reagierte (TAG24 berichtete).

Zuletzt krachte es am 18. November auf dem Adenauerplatz. Es kam zum Massencrash, da zwei Autofahrer den Rettungsdienst mit Blaulicht zu spät erkannten.

Vermutlich wurde die Sicht der beiden noch durch eine Stadtbahn der Linie 1 behindert. Deren Fahrer bemerkte den Rettungsdienst und hielt an. Die Autos seien "aus dem Schatten der Stadtbahn" gekommen, hieß es von der Polizei.

Jetzt ermitteln die Beamten gegen den Rettungsdienst-Fahrer, weil er als Verursacher des Unfalls gilt, wie die Neue Westfälische berichtet. Zunächst müssten allerdings noch zahlreiche Zeugen befragt werden.

Polizeisprecherin Hella Christoph sagt, dass sich dann meistens schon die ersten Verdächtigungen relativieren würden. Trotzdem habe der Fahrer eines Rettungsdienstes zwar Sonderrechte, müsse aber auch eine besondere Sorgfaltspflicht an den Tag legen.

Im Nachhinein korrigierte die Polizei übrigens die Zahl der Verletzten: Anstelle von zuvor sieben gemeldeten Verletzen, seien es fünf gewesen.

Mehrere weitere Autos sind beteiligt gewesen.
Mehrere weitere Autos sind beteiligt gewesen.
Das Einsatzfahrzeug des Rettungsdienstes ist komplett zerstört.
Das Einsatzfahrzeug des Rettungsdienstes ist komplett zerstört.

WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0