Fand Schatzsucher Teil von Hitlers Atombombe?

Bastelten Forscher auf Befehl von Adolf Hitler in Oranienburg an der Atombombe? (Symbolbild)
Bastelten Forscher auf Befehl von Adolf Hitler in Oranienburg an der Atombombe? (Symbolbild)  © dpa (Symbolbild)

Leegebruch - Atom-Alarm in der Ortschaft Leegebruch bei Oranienburg (Oberhavel): Die Aufregung war am Mittwochabend groß. Feuerwehr rückte an, richtete einen Sperrkreis ein und untersuchte ein scheinbar radioaktives Fundstück eines Hobby-Schatzsuchers (TAG24 berichtete).

Am Donnerstag folgte dann die Entwarnung, dennoch gibt der faustgroße Klumpen Rätsel auf.

Ein Feuerwehrmann sprach nach dem Einsatz von einer minimal erhöhten Radioaktivität wie bei einem Handy. Was nun wenig spektakulär klingt, könnte durch die Nachforschungen des Finders wieder spannend werden.

Wie die Berliner Zeitung berichtet, könnte es sich bei dem faustgroßen Fundstück um ein Relikt aus NS-Zeiten handeln.

Bei der intensiven Suche nach Informationen zu seinem Klumpen stieß der 64-Jährige auf Fotos zu seinem Objekt: Hat er womöglich etwas gefunden, womit die Nationalsozialisten eine Atombombe bauen wollten?

Rettungskräfte von Polizei und Feuerwehr sichern die Gefahrenstelle. Der in Leegebruch bei Oranienburg (Oberhavel) gefundene radioaktive Gegenstand soll am Donnerstag Spezialisten des ehemaligen Kernkraftwerkes Rheinsberg übergeben werden.
Rettungskräfte von Polizei und Feuerwehr sichern die Gefahrenstelle. Der in Leegebruch bei Oranienburg (Oberhavel) gefundene radioaktive Gegenstand soll am Donnerstag Spezialisten des ehemaligen Kernkraftwerkes Rheinsberg übergeben werden.  © Julian Stähle/dpa

Und tatsächlich verdichten sich die Anzeichen dafür. Die Polizei verweist in diesem Zusammenhang auf die frühere Geschichte Oranienburgs und damit auf die Auer-Werke.

Im Zuge des Zweiten Weltkriegs ließ Adolf Hitler in den Auer-Werken Uranoxid aus Südamerika anreichern, um daraus waffenfähiges Plutonium für eine Atombombe herzustellen.

Alliierte Streitkräfte warfen rund 16.000 Bomben auf Oranienburg ab und zerstörten damit die Auer-Werke. Dabei verteilten sich Unmengen an radioaktiv versuchten Teilen in der Stadt und Umgebung, wozu auch Leegebruch zählt.

Offenbar fand der 64-Jährige ein solches schwach verstrahltes Bauteil einer Atombombe, zu mindestens wäre dies eine mögliche Erklärung für die Herkunft des Klumpens.

Titelfoto: Julian Stähle/dpa


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