Neuer Ärger wegen "Totarztwagen"

Kleiner Lichtblick für Ralf P. (53): Aus zunächst 1250 Euro Strafe wurden gestern nur 200 Euro.
Kleiner Lichtblick für Ralf P. (53): Aus zunächst 1250 Euro Strafe wurden gestern nur 200 Euro.

Chemnitz - Langsam wird sein als lustig gedachtes Auto für Ralf P. (53) zum Albtraum: Nachdem er für seinen umlackierten Rettungswagen bereits Rechnungen über mehr als 2100 Euro - unter anderem für Bußgelder - bekommen hatte, musste er am Mittwoch auch noch wegen Beleidigung vor Gericht.

Sein lockeres Mundwerk sollte ihn nach dem Willen der Staatsanwaltschaft weitere 1250 Euro kosten.

Rückblick: Ralf P. hatte den Rettungswagen im Januar vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) gekauft. Er malte ihn zum „Totarztwagen“ um (MOPO berichtete). Bei einer Verkehrskontrolle im April 2015 soll der 53-Jährige ausfällig geworden sein.

„Das können Sie sich in den Arsch knallen, das Ding. Wenn Sie lesen könnten ...“, soll Ralf P. dem Motorrad-Polizisten Ringo S. (43) an den Kopf geworfen haben.

Der schrieb eine Anzeige wegen Beleidigung und ließ den „Totarztwagen“ beschlagnahmen.

Ringo S.: „Wir hatten schon länger geprüft, ob das Aussehen des Wagens rechtens ist.“ Vor allem die Blaulichtleiste, die sich noch auf dem Fahrzeug befand, war den Ordnungshütern ein Dorn im Auge.

Gegen die Beschlagnahmung laufen jetzt Klagen vorm Verwaltungsgericht. Zumindest ist die Beleidigung vom Tisch. Das Verfahren wurde gegen eine Geldbuße von 200 Euro eingestellt - zahlbar an den Chemnitzer Polizeisportverein.

Der umlackierte Rettungswagen sorgte bereits im Frühjahr für Furore auf Sachsens Straßen.
Der umlackierte Rettungswagen sorgte bereits im Frühjahr für Furore auf Sachsens Straßen.

Fotos: Haertelpress


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