Aero-Club bangt um seinen Flugplatz

Aero- Club-Chef Joachim Lenk (61) kann ab Oktober die Werkstatt nicht mehr benutzen. Der Flugbetrieb ist in Gefahr.
Aero- Club-Chef Joachim Lenk (61) kann ab Oktober die Werkstatt nicht mehr benutzen. Der Flugbetrieb ist in Gefahr.

Von Doreen Grasselt

Zwickau - Seit 90 Jahren zieht der Flugplatz zwischen Marienthal und Neuplanitz Tausende Fliegerfans an. Doch nun muss der Zwickauer Aero-Club, der größte Luftsportverein Sachsens, ums Überleben zittern. In wenigen Tagen entscheidet der Finanzausschuss über die Verlängerung des Pachtvertrages.

Konkret geht es um ein marodes Werkstattgebäude, das nur noch bis Oktober 2016 nutzbar ist und dann gesperrt wird. Sollte es der Aero-Club nicht schaffen, bis Ende 2018 bei der Sächsischen Aufbau Bank (SAB) Fördermittel für die Sanierung der alten Wismut-Baracke zu organisieren, endet der Pachtvertrag in etwa fünf Jahren.

„Die SAB gibt aber nur Fördermittel, wenn der Pachtvertrag um 25 Jahre verlängert wird“, erklärt Vereins-Chef Joachim Lenk (61).

Der Zwickauer Flugplatz wird in diesem Jahr 90 Jahre alt.
Der Zwickauer Flugplatz wird in diesem Jahr 90 Jahre alt.

Kurios: Die Verwaltung wiederum verlängert den Vertrag nur um 25 Jahre, wenn die SAB die Fördermittel bewilligt. „Ohne die Werkstatt können wir unsere Flugzeuge nicht mehr warten und werden große Probleme kriegen, den Flugplatz zu betreiben.“

300.000 Euro benötigt der Verein für die Sanierung des Gebäudes, davon sollen etwa 100.000 Euro von der SAB fließen. Lenk: „Die weitere Finanzierung könnte über private Investoren ablaufen.“

Der Flugplatz Zwickau hat jährlich etwa 15 000 Flugbewegungen. 3500 Flugzeuge aus ganz Europa landen hier. Auch für die Hubschrauber der Bundes- und Landespolizei ist Zwickau Anflugstelle, um zu tanken.

Fotos: Ralph Köhler/propicture


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