(Zu) tief drin: Ärzte müssen Schraubenzieher aus Hintern operieren

Miami - Als ein Mann mit mysteriösen Bauchschmerzen in eine Klinik in Miami kam, machten die Ärzte eine schockierende Entdeckung. Tief in seinem Hintern steckte ein Schraubenzieher.

Im Hintern eines Mannes fanden Ärzte einen circa 20 Zentimeter langen Schraubenzieher. (Symbolbild)
Im Hintern eines Mannes fanden Ärzte einen circa 20 Zentimeter langen Schraubenzieher. (Symbolbild)  © 123RF Rui Santos

Als ein Mann mit einem septischen Schock in das Kendall Regional Medical Center in Miami kam, ahnten die Ärzte nicht, was sie bei diesem Fall erwarten würde.

Nachdem zunächst keine Ursache gefunden werden sollte, wurde eine Computertomografie (CT) gemacht, um so Klarheit zu schaffen.

Und tatsächlich fand sich so die Ursache für die Schmerzen. Im Rektum des 46-Jährigen steckte ein 8 Zoll (20 Zentimeter) großer Schraubenzieher.

Ein Versuch, den Fremdkörper ohne OP wieder herauszubekommen, schlug fehl. Durch verhärteten Stuhl im Darm war es laut "New York Post" nicht möglich, ihn wieder zu finden.

Die Ärzte mussten die Bauchhöhle aufschneiden und stellten dabei fest, dass die Operation genau die richtige Entscheidung war.

Inzwischen hatte die Sepsis einen Teil der Gefäße des Mannes befallen, die entfernt werden mussten.

Zudem hatte der Schraubenzieher den Dickdarm perforiert (umgangssprachlich: durchlöchert) und sich in seinen Gesäßmuskel gegraben.

Eine psychische Erkrankung könnte die Ursache für den Schraubenzieher im Hintern sein

Die Operation lief erfolgreich. Jetzt muss sich der Mann einer umfangreichen psychische Behandlung unterziehen. (Symbolbild)
Die Operation lief erfolgreich. Jetzt muss sich der Mann einer umfangreichen psychische Behandlung unterziehen. (Symbolbild)  © 123RF Siarhei Lenets

"Nach zwei Wochen ging es dem Patienten gut", schreiben die Ärzte in einem Bericht, den sie in "Annals of Medicine and Surgery" veröffentlichten.

Vermutlich waren psychische Probleme der Auslöser für den unangenehmen Zwischenfall. Schon früher hatte der Mann unter Schizophrenie und einer bipolaren Störung gelitten und seine Medikamente nicht mehr genommen.

Deshalb wird er jetzt auch stationär betreut: "Der Patient erholte sich gut und wurde für die stationäre Behandlung seiner psychiatrischen Störung (in eine spezielle Klinik) entlassen."

Eine Erklärung, warum der Mann den Schraubenzieher in seinen Hintern einführte, gaben die Ärzte nicht ab. Allerdings nannten sie im Bericht Gründe, warum Menschen sich das antun:

"Der mit Abstand häufigste Grund für das Einführen eines analen Fremdkörpers ist das sexuelle Vergnügen. (Andere Gründe sind) Drogen, Körperverletzung, psychische Gründe oder um Durchfall und Verstopfungen zu lindern."

Warum der Mann nicht gleich mit den nötigen Informationen bei den Ärzten rausrückte, wissen sie nicht. Womöglich, weil "es sich um eine peinliche Situation handelte".

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