Kliniken sagen Operationen ab: Ärzte streiken in Hamburg

Hamburg - Notbetrieb an den Hamburger Kliniken: Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat mehr als 3000 Klinikärzte für Mittwoch zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen.

Zur Demonstration werden bis zu 1000 Ärzte erwartet. (Symbolbild)
Zur Demonstration werden bis zu 1000 Ärzte erwartet. (Symbolbild)  © dpa/Victoria Bonn-Meuser

Die angestellten Mediziner der sieben Asklepios-Kliniken sowie des Universitätsklinikums Eppendorf (UKE) und des Universitären Herzzentrums sollen damit den Forderungen nach mehr Geld und der Sicherung des ärztlichen Tarifvertrags Nachdruck verleihen.

Die Ärzte wollen um 11 Uhr von der Asklepios-Klinik im Stadtteil St. Georg bis zum Gänsemarkt laufen, wo am frühen Nachmittag gegen 13.30 Uhr die Abschlusskundgebung geplant ist.

Die Gewerkschaft rechnet mit bis zu 1000 Teilnehmern.

In den Kliniken gibt es den Angaben zufolge einen Notdienst, damit die Versorgung medizinischer Notfällen sowie dringender Fälle sicher gestellt ist. Alle aufschiebbaren Operationen wurden abgesagt.

Die Ärztegewerkschaft fordert bundesweit rückwirkend zum Jahresbeginn fünf Prozent mehr Lohn sowie einen weiterhin eigenständigen Tarifvertrag für Ärzte.

Die Arbeitgeberseite, die Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA), hatte zuletzt eine Erhöhung von 2,8 Prozent von Juli 2019 an sowie um 2,5 Prozent von Juli 2020 an angeboten.

Zudem zeigte sie sich mit Blick auf die Sicherung des Ärzte-eigenen Tarifvertrags kompromissbereit.

Die Klinikärzte in Hamburg wollen am Mittwoch streiken.
Die Klinikärzte in Hamburg wollen am Mittwoch streiken.  © dpa/Carsten Rehder

Titelfoto: dpa/Victoria Bonn-Meuser

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