Ärztemangel: Klinikum Mittweida schickt Patienten weg

Mittelsachsens Landrat Matthias Damm (62, CDU) will den Klinikstandort Mittweida stärken.
Mittelsachsens Landrat Matthias Damm (62, CDU) will den Klinikstandort Mittweida stärken.  © Sven Gleisberg

Mittweida – Eben noch gerettet, schon gibt’s neue Probleme: Das Mittweidaer Krankenhaus hat die stationäre Versorgung in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie eingestellt und schickt seine Patienten ins Klinikum Chemnitz.

Der Grund: Ärztemangel. Von jeweils 30 stationären Betten in Chemnitz und Mittweida bleibt nur noch der Chemnitzer Teil übrig. Am Standort Mittweida gibt’s vorerst nur eine Tagesklinik für bis zu elf Patienten.

Diese Behelfslösung soll vorübergehend sein. "Der Landkreis und die Krankenhäuser Mittweida und Chemnitz haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, dass es schnellstens wieder eine vollstationäre Versorgung an beiden Standorten geben soll", erklärt Landrat Matthias Damm (62, CDU).

Erst vor wenigen Wochen konnte die Mittweidaer Krankenhausgesellschaft (LMK) vor der Pleite gerettet werden, ist seit Anfang Dezember Tochter der Vereinigten Gesundheitseinrichtung Mittelsachsen (VGE).

Jetzt muss dringend ein neuer Chefarzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie her. "Die deutschlandweite Nachfrage auf dem Gebiet ist enorm hoch, deshalb nutzen wir alle Kanäle und Möglichkeite", so LMK-Geschäftsführer Florian Claus (30). Alle Stellenangebote gibt’s unter: www.lmkgmbh.de


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