Ätherische Öle als Aphrodisiaka – was sollte man beachten?

Deutschland – Um beispielsweise für ein wenig mehr Stimmung im Schlafzimmer zu sorgen, lassen sich Paare so einiges einfallen. Romantische Abendessen und reizvolle Dessous sind aber nicht immer genug, um den stressigen Alltag zu vergessen und sich schöneren Dingen zu widmen. 

Manchmal braucht es ein wenig mehr. Hier kommen zudem Düfte und gerne auch einmal ätherische Öle zum Einsatz, denn einigen von ihnen wird eine aphrodisierende Wirkung zugeschrieben.

Allerdings gibt es widersprüchliche Berichte zum Erfolg solcher Experimente. Das könnte unter anderem daran liegen, dass ätherische Öle Männer und Frauen nicht unbedingt auf die gleiche Weise beeinflussen. Schließlich ist bei den beiden Geschlechtern ein Zusammenspiel ganz unterschiedlicher Hormone für das Entstehen der richtigen Stimmung zuständig. Daher wird hier ein kleiner Überblick über die Eigenschaften verschiedener Öle gegeben.

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Für Beide

Es gibt wohl keinen größeren Stimmungskiller im Bett als den Stress. Wer sich nicht entspannen kann, sei es, weil er an die Arbeit denkt oder weil er Versagensängste hat, kann sich einfach nicht fallen lassen. Das gilt für Frauen genauso wie für Männer. 

Alles, was entspannend wirkt, kann sich also auch positiv auf die Lust auswirken. Das gilt für Öle aus Fichtennadeln oder Zitronengras oder Lavendel ebenso wie auch für z.B. CBD-Öl. Wichtig ist hierbei die Qualität und die Verwendung hochwertiger Produkte, die mit schonenden Verfahren aus geprüftem Pflanzenmaterial hergestellt wurden. 

Zunächst sollte man vielleicht mit einem einzelnen Aromastoff experimentieren um zu beobachten, ob sich die gewünschte Wirkung einstellt. Ist das nicht der Fall, können weitere Düfte oder eine Kombination verschiedener Aromen ausprobiert werden.

Für Männer

Bei einigen ätherischen Ölen ist für Männer Vorsicht geboten. Denn von einigen dieser Pflanzenextrakte ist bekannt, dass sie eine ähnliche Wirkung haben wie das weibliche Sexualhormon Östrogen. Besonders Lavendel, Teebaumöl und Salbei sind für diesen Effekt bekannt. Bei Männern kann das der Lust eher einen Dämpfer verpassen, denn diese Stoffe sind Gegenspieler des Testosterons.

Einen guten Ruf für Männer hat hingegen Sandelholz, das in vielen Herrenparfüms enthalten ist. Ob es nun wirkt oder nicht, es hat jedenfalls einen angenehmen Duft und kann so zumindest das Selbstbewusstsein stärken. Allerdings ist es leider auch ziemlich teuer.

Für Frauen

Frauen müssen nicht ganz so vorsichtig sein wie Männer, aber auch bei ihnen können zu viele Phytoöstrogene das Gegenteil der beabsichtigten Wirkung erzielen. Kamille ist hingegen dafür bekannt, die weiblichen Hormone auszubalancieren. 

Es könnte sich daher lohnen, das ätherische Öl aus der Kamillenblüte auszuprobieren. Auch Ylang Ylang-Öl soll sich positiv auf die Sexualität auswirken, auch wenn der Zusammenhang wissenschaftlich noch nicht wirklich untersucht worden ist. Auch hier kann zumindest der angenehme Duft darüber hinwegtrösten, wenn die erhoffte Wirkung ausbleibt.

Auch wenn ätherische Öle gerne als Aphrodisiaka empfohlen werden, sind die meisten von ihnen nur oberflächlich erforscht. Erwiesen ist eigentlich nur die entspannende Wirkung einiger Sorten. 

Bei anderen Sorten ist es vielleicht auch nur der angenehme Duft, der dem Gehirn positive Signale sendet und sich so positiv auf die Stimmung im Schlafzimmer auswirkt. Wer es genau wissen möchte, sollte es eben einfach selbst ausprobieren

Titelfoto: pixabay.com / Monicore


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