"Fake-NSU": AfD-Krawallo Räpple poltert nach Merkel-Besuch an Gedenkstätte in Zwickau

Stuttgart/Zwickau - Mittlerweile hat die baden-württembergische AfD offenbar die Nase von Stefan Räpple (38) voll - und seinen jüngsten Eklat verurteilt.

In einem Facebook-Video tönte der Abgeordnete: "Merkel muss weg!" (Screenshot)
In einem Facebook-Video tönte der Abgeordnete: "Merkel muss weg!" (Screenshot)  © Screenshot Facebook.de/Stefan Räpple MdL

Rückblick: Am vergangenen Montag war Bundeskanzlerin Angela Merkel (65, CDU) in Zwickau zu Besuch. Dort legte sie an dem zerstörten Gedenkbaum für das erste Mord-Opfer des rechtsterroristischen NSU eine weiße Rose nieder.

Auch AfD-Krawallo Räpple war in Zwickau, schrie mit Sympathisanten in einem Facebook-Video "Merkel muss weg!".

In einem Beitrag auf dem sozialen Netzwerk folgte dann die Entgleisung: Der 38-Jährige schrieb vom "Fake-NSU-Blödsinn", der "durch eine sinnlose Baumpflanzaktion in die Gehirne des gebeutelten und geschröpften Volkes wieder und wieder hineingehämmert wird".

Und davon, dass beim Kanzlerinnen-Besuch die Innenstadt weiträumig abgesperrt werde, damit die 65-Jährige "ja nicht mit dem Volk in Berührung kommt und in Ruhe an der Fake-NSU-Gedenkveranstaltung Rosen niederlegen kann".

Parteiausschluss-Verfahren gegen Räpple läuft

Angela Merkel legte eine Rose für das NSU-Opfer nieder.
Angela Merkel legte eine Rose für das NSU-Opfer nieder.  © DPA

Nach diesem erneuten Fehltritt äußerte sich nun der Landesvorstand der AfD Baden-Württemberg auf seiner Facebook-Seite.

Man "missbilligt die jüngsten Äußerungen des Landtagsabgeordneten Stefan Räpple zur NSU und verurteilt sie aufs Schärfste".

Die AfD betonte: "Diese Aussagen stellen weder die Meinung der Mitglieder der AfD Baden-Württemberg dar, noch stehen sie im Einklang mit der Programmatik und den Grundsätzen unserer Partei."

Weitere Maßnahmen werde es gegen den 38-Jährigen jedoch nicht geben, weil "gegen den Abgeordneten Stefan Räpple bereits ein Parteiausschlussverfahren läuft".

Und weiter: "Seine Äußerungen sind jedoch ein weiterer Grund, Herrn Räpple aus unserer rechtsstaatlichen Bürgerpartei auszuschließen."

Räpple hatte in der Vergangenheit immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. So wurde ein Meldeportal für AfD-kritische Lehrer und Professoren auf Räpples Web-Präsenz gestartet. Auch wurden er und sein antisemitischer Parteikollege Wolfgang Gedeon (72) aus dem Landtag geworfen.

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