"Tendenziöser GEZ-Dreck": AfD-Krawallo Räpple keilt heftig gegen "Staatsmedien"

Stuttgart - Der AfD-Politiker Stefan Räpple (38) ist alles andere als ein Fan des Rundfunkbeitrags (landläufig: GEZ-Gebühr) oder der öffentlich-rechtlichen Medien. Das hat er nun erneut bewiesen.

Juli 2019: Räpple neben dem AfD-Antisemiten Wolfgang Gedeon.
Juli 2019: Räpple neben dem AfD-Antisemiten Wolfgang Gedeon.  © Marijan Murat/dpa

Der 38-Jährige meldete sich jetzt wieder mal in einem geharnischten Facebook-Posting zu Wort. Der Beitrag ist eine offene Attacke auf GEZ-Beiträge und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

"Wer heutzutage noch diesen tendenziösen GEZ-Dreck schaut, der hat die Kontrolle über sein Leben und seinen Geist verloren", poltert der Rechtsaußen los. Und damit nicht genug.

Ähnlich angriffslustig schreibt er weiter: "Wer die Manipulation über die Staatsmedien leugnet oder verharmlost, hat die psychologische Macht der Medien nicht verstanden und ist eigentlich zu bemitleiden." Er garnierte das Posting mit einer Fotomontage, auf welchem er das Erste (also die ARD) mit "das Letzte" verballhornte.

Bei seinen Anhängern fielen die Worte des Hypno-Coaches (betreibt eine Hypnose-Praxis in Freiburg) auf fruchtbaren Boden.

Räpple-Fans wettern gegen die Öffentlich-Rechtlichen

Fan des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wird Räpple wohl nicht mehr werden. (Symbolbild)
Fan des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wird Räpple wohl nicht mehr werden. (Symbolbild)  © Peter Kneffel/dpa

"Staatsmedien-TV braucht kein Mensch", attestierte ein Nutzer. Ein anderer blies ins gleiche Horn: "Die Staatshypnose hat zwei Namen, ARD und ZDF."

Wiederum ein anderer fordert gar: "Das Leugnen von Indoktrination durch das Staatsfernsehen sollte unter Strafe gestellt und mit Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr geahndet werden!"

Aber: Der 38-Jährige kassierte für sein Posting auch Gegenwind. So kommentierte ein User: "Danke für die offenen Worte! Sie helfen dem Verfassungsschutz sicher, Sie und Ihre Politbande richtig einzuschätzen. Dass das Bundesverfassungsgericht die notwendige Existenz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks direkt aus dem Grundgesetzes ableitet, muss Sie nicht weiter kümmern."

"Ich würde Euch Spinner ja gerne mal in eine Gesellschaft stecken, in der es nur Privatfernsehen gibt", erzürnte sich ein anderer. "Nur Dschungelcamp, Bauer sucht Frau und News. Die Vielfalt an Angeboten und die Bildung, die einem bei bei den ÖR zugute kommt, die muss man wirklich absichtlich übersehen wollen."

Räpples Brass auf die Öffentlich-Rechtlichen und die Rundfunkgebühr führten erst vor Kurzem dazu, dass er vor dem SWR-Funkhaus in Baden-Baden protestierte. Dort warf er den Sendeanstalten etwa "linksgrüne Propaganda" und Dekadenz im Endstadium" vor.

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