Polizei prüft Echtheit: Bekennerschreiben zu AfD-Angriff aufgetaucht!

Bremen - Nach dem Angriff auf AfD-Politiker Frank Magnitz in Bremen (TAG24 berichtete) ist nun ein mögliches Bekennerschreiben aufgetaucht. Dieses wird aktuell noch von der Staatsanwaltschaft geprüft: Es gibt Zweifel.

An dieser Stelle hatten Unbekannte den AfD-Landeschef attackiert.
An dieser Stelle hatten Unbekannte den AfD-Landeschef attackiert.  © DPA

Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, bekannte sich die Gruppe "Antifaschistischer Frühling" auf einer Internetplattform zu der brutalen Tat.

Die Beamten hätten das Schreiben bereits am Mittwochabend entdeckt, kurze Zeit später sei es aber schon wieder gelöscht worden. Darin zeichneten sich die unbekannten Autoren für den Angriff auf den 66-jährigen Bundestagsabgeordneten verantwortlich, um diesen "von seinem faschistischen Gedankengut zu befreien", wie es laut Polizei geheißen haben soll.

"Magnitz … darf in Bremen und anderswo keinen Fuß mehr fassen und gehört wie jeder andere Nazi mundtot gemacht", zitiert die Welt das Bekennerschreiben weiter, das dem Bericht zufolge auf der Seite "Indymedia" zu finden war.

Aus Sicherheitskreisen hieß es am Donnerstag, an der Authentizität der Botschaft, bestünden erhebliche Zweifel.

Die Sonderkommission "Goetheplatz" der Polizei Bremen prüft nun in Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt zunächst die Echtheit des Schreibens. Bislang seien Aktivisten mit dem Namen "Antifaschistischer Frühling" noch nicht in Bremen aufgetreten.

Weiterhin bittet die Polizei darum, Bilder und Videos, die am Montag zwischen 16 und 18 Uhr im erweiterten Beriech des Goetheplatzes aufgenommen wurden, über das Hinweisportal zur Verfügung zu stellen.

Den Beamten liegt seit Mittwoch bereits ein Video vor, das den Angriff auf Frank Magnitz zeigt: Drei vermummte Täter hatten den 66-Jährigen in einem Durchgang des Theaters am Goetheplatz attackiert.

Er stürzte und zog sich schwere Kopfverletzungen zu. "Wir gehen davon aus, dass die gesamten Verletzungen allein dem Sturz geschuldet sind", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch (TAG24 berichtete). Magnitz selbst kann sich nicht mehr an den Vorfall erinnern.

Die AfD Bremen hatte nach dem Angriff dieses Foto veröffentlicht.
Die AfD Bremen hatte nach dem Angriff dieses Foto veröffentlicht.  © Screenshot/Facebook

Update, 18.02 Uhr: Fahndung

Polizei und Staatsanwaltschaft bereiten eine Öffentlichkeitsfahndung nach den mutmaßlichen Tätern vor. Sie wollen Bilder aus dem vorliegenden Videomaterial veröffentlichen.

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